Feuerwehr Oberrheiderland  Feuerwehrfusion in Weener – ein Gewinn für alle

| | 31.03.2025 09:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Bild zeigt die 71 Mitglieder der neuen gemeinsamen Feuerwehr Oberrheiderland und Gäste. Die offizielle Gründung der Feuerwehr Oberrheiderland soll am 20. Juni 2025 mit einer feierlichen Veranstaltung begangen werden. Foto: Rand
Das Bild zeigt die 71 Mitglieder der neuen gemeinsamen Feuerwehr Oberrheiderland und Gäste. Die offizielle Gründung der Feuerwehr Oberrheiderland soll am 20. Juni 2025 mit einer feierlichen Veranstaltung begangen werden. Foto: Rand
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Um manche Feuerwehr-Fusion gab es schon Streit, Ärger und Austritte. Anders in Weener. Die Einsatzkräfte dreier kleiner Wehren stehen voll hinter der Zusammenlegung. Dafür gibt es gute Gründe.

Weener - Die Uplengener haben schon Erfahrung in puncto Feuerwehr-Fusionen, in der Stadt Weener dagegen markiert der Zusammenschluss der Ortsfeuerwehren Vellage, Diele und Stapelmoor einen historischen Wendepunkt. In der Aula der Grundschule Stapelmoor hatten sich jetzt die Mitglieder der drei Ortsfeuerwehren versammelt, um die Gründung der neuen Feuerwehr Oberrheiderland offiziell zu besiegeln.

Auf die Zusammenlegung haben sich die drei Ortsfeuerwehren schon seit 2019 intensiv vorbereitet. Nicht nur die Wehrführungen haben in den vergangenen Jahren eng zusammengearbeitet, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. „Die Einsatzkräfte aller drei Wehren rücken schon seit mehreren Jahren zusammen zu Einsätzen aus und auch die Dienste laufen seit ein paar Jahren gemeinsam“, erklärte Joachim Rand, Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis, auf Nachfrage.

Neue Feuerwehr mit 71 Einsatzkräften

Kreisbrandmeister Ernst Berends war vor Ort und betonte, dass die Wehr mit 71 Einsatzkräften im Kreisgebiet eine sehr große sei. „Da werden bestimmt noch Aufgaben auf euch zukommen.“ Es gebe Fusionen von Feuerwehren im Kreisgebiet, die in Streit und Ärger ausarteten. „Bei euch nicht, ganz im Gegenteil. Das ist wirklich vorbildlich.“ Joachim Rand, der lange Jahre Pressesprecher der Feuerwehren der Stadt Weener war, pflichtete ihm bei. Ihm sei nicht bekannt, „dass auch nur ein Kamerad der Feuerwehr wegen der Fusion den Rücken gekehrt hat“.

Fehlt nur noch ein zentrales Feuerwehrhaus für die Feuerwehr Oberrheiderland. Die Planung läuft bereits. Gebaut werden soll es in Stapelmoor in Höhe der Grundschule. „Das neue Feuerwehrhaus ist im Haushalt mit vier Millionen Euro eingeplant“, teilte Weeners Bürgermeister Heiko Abbas auf Nachfrage mit. „Die gesamte Planung soll in den kommenden Wochen als Bauantrag beim Landkreis Leer eingereicht werden.“

Zusammenlegung war alternativlos

Die Einsatzkräfte hoffen auf eine Fertigstellung im Laufe des kommenden Jahres. „Der Termin der Fertigstellung hängt von der Dauer bis zur Baugenehmigung und den Ausschreibungsergebnissen ab. Wir planen eine Fertigstellung im Herbst 2026 an“, so der Bürgermeister.

Aus Gründen des Brandschutzes war die Zusammenlegung eine zukunftsweisende Entscheidung. Für kleine Wehren wie Vellage hätte es über kurz oder lang schwierig werden können, die erforderliche Tagesverfügbarkeit von ausreichend Einsatzkräften sicherzustellen. Aber auch aus finanzieller Sicht war die Zusammenlegung alternativlos.

Das Bild zeigt die neu Gewählten mit Gästen (von links): Bürgermeister Heiko Abbas, Ortsvorsteher Bernhard Siemons, Bennet Beyer, Jonas Brand, Dennis Modder, Siegfried Buttjes, Florian Freese, Dennis Bleeker, Matthias Müller, Christian Bleeker, Theo Koch, Friederike Bleeker, Ingo Stanschus, Jens Haseborg, Katharina Bürger, Hendrik Freeks, Andy Bleeker, Sören Silze, Cyra Winands, Daniel Modder, Sonja Haseborg, Alexander Gneist, Stadtbrandmeister Jörg Fisser. Foto: Rand
Das Bild zeigt die neu Gewählten mit Gästen (von links): Bürgermeister Heiko Abbas, Ortsvorsteher Bernhard Siemons, Bennet Beyer, Jonas Brand, Dennis Modder, Siegfried Buttjes, Florian Freese, Dennis Bleeker, Matthias Müller, Christian Bleeker, Theo Koch, Friederike Bleeker, Ingo Stanschus, Jens Haseborg, Katharina Bürger, Hendrik Freeks, Andy Bleeker, Sören Silze, Cyra Winands, Daniel Modder, Sonja Haseborg, Alexander Gneist, Stadtbrandmeister Jörg Fisser. Foto: Rand

Neubau birgt Sparpotenzial

Das Feuerwehrhaus in Diele war zu klein geworden und entsprach nicht mehr den Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse. Eine Erweiterung am alten Standort wäre nicht möglich gewesen. Und auch in Stapelmoor und Vellage hätte investiert werden müssen, in Ausstattung und Fahrzeuge. Der Neubau an dem zentralen Standort birgt auch Sparpotenzial für die Stadt Weener.

„Zumindest die Tatsache, dass künftig nicht mehr drei unterschiedliche Gebäude bewirtschaftet werden müssen, birgt auf jeden Fall schon einmal Potential“, so Heiko Abbas. Auch wird das neue Gebäude energetisch auf dem neusten Stand sein. „An der Ausstattung und den Fähigkeiten der Feuerwehr wird natürlich nicht gespart.“

Was mit den dann ausgedienten Feuerwehrhäusern in Diele, Vellage und Stapelmoor passiert, steht laut Abbas noch nicht fest. „Es macht Sinn, diese Fragestellungen zu erörtern, wenn wir bei der Errichtung des neuen Feuerwehrhauses schon ein gutes Stück voran sind.“

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