Ehejubiläum  60 Jahre zusammen auf dem richtigen Kurs

| | 28.05.2025 07:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Margret und Friedrich Dübbelde sind am 28. Mai 2025 genau 60 Jahre verheiratet. Foto: Stephanie Tomé
Margret und Friedrich Dübbelde sind am 28. Mai 2025 genau 60 Jahre verheiratet. Foto: Stephanie Tomé
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Am 28. Mai 2025 feiern Friedrich und Margret Dübbelde aus Emden diamantene Hochzeit. Sie erzählen von ihrem Kennenlernen, schweren Zeiten und verraten, was ihre Ehe bis heute trägt.

Emden - Wenn man das Esszimmer von Friedrich und Margret Dübbelde betritt, fällt der Blick auf die vielen Fotos an den Wänden und auf den Regalen. 60 Jahre voller Geschichten, gemeinsamer Wege und Erinnerungen. Der Tee dampft in den Tassen. Margret und Friedrich Dübbelde sitzen sich gegenüber und erinnern sich, wie alles seinen Anfang nahm.

Am 28. Mai 2025 feiert das Paar aus Emden diamantene Hochzeit. Seit 60 Jahren sind die beiden verheiratet. Drei Jahre länger sind sie sogar schon ein Paar. An den Tag, an dem Friedrich seine Margret das erste Mal sah, daran erinnern sich beide noch genau – es war vor der Börse in Emden. Sie war gerade einmal 17 Jahre alt, er 23. „Da hat es das erste Mal gefunkt“, sagt Margret Dübbelde.

Vor 63 Jahren lernte sich das Paar kennen. Foto: Privat
Vor 63 Jahren lernte sich das Paar kennen. Foto: Privat

Erstes Treffen vor der Börse

Damals arbeitete die heute 79-Jährige auf Juist in einem Kinderkurheim und war nur zu Besuch bei ihrer Tante in Emden. Friedrich Dübbelde war zu der Zeit bereits bei der Hafen-Umschlagsgesellschaft tätig. Dort arbeitete der heute 86-Jährige viele Jahre lang als Oberkranführer.

Margret blieb nicht bei den Kinderkuren. Später zog es sie in die Ültje-Fabrik nach Emden. Aber was ihr Herz wirklich höherschlagen ließ, war das Frühschwimmen: Ab 5 Uhr morgens zog es sie in das Van-Ameren-Bad zum Bahnenziehen.

Gemeinsam die Welt entdeckt

Gemeinsam haben die beiden die Welt gesehen. Dabei waren sie meist mit ihrer Kegelgruppe unterwegs. Ibiza, Mallorca, Gran Canaria – Urlaube, bei denen die Kugel nicht immer im Mittelpunkt stand. Und auch auf dem Wasser waren beide viel unterwegs. Mit dem Segelboot ging es für Friedrich Dübbelde sogar von Wilhelmshaven bis in die Türkei. Margret schüttelt heute den Kopf: „Einmal bin ich mitgesegelt – das war nichts für mich!“ Ihr reichten die Emder Kanäle, auf denen das Paar oft und gerne mit seinem kleinen Boot schipperte. Friedrich hatte außerdem ein Faible für schöne Autos: „Simca, Asccona, Manta, Mercedes“, zählt er seine liebsten Modelle auf, die er einmal besaß. Heute fährt er kein Auto mehr. Margret sammelte derweil lieber Puppen und alles, was blau ist.

Doch ihr größtes Glück war ihre gemeinsame Tochter – ein schwerer Schicksalsschlag traf beide vor zwei Jahren, als sie unerwartet starb. „Das war schlimm“, sagt Margret leise. Doch das Paar hat noch eine Enkeltochter, mit der es eng verbunden ist.

Damals eine große, heute eine kleine Feier

Geheiratet haben Margret und Friedrich Dübbelde damals standesamtlich und kirchlich in der Kirche an der Ringstraße, gefeiert wurde mit vielen Gästen im Hotel Prinz Heinrich. Heute halten sie es ruhiger. „Ein Essen mit Freunden im Goldenen Adler – das reicht“, sagt Friedrich Dübbelde.

1965 feierte das Paar seine Hochzeit standesamtlich wie kirchlich mit einer großen Feier. Foto: privat
1965 feierte das Paar seine Hochzeit standesamtlich wie kirchlich mit einer großen Feier. Foto: privat

Was das Geheimnis ihrer langen Ehe ist? Margret Dübbelde lacht: „Verständnis. Und dass man sich auch wieder zusammenrauft.“ Ihr Mann nickt. „Man kann nicht immer einer Meinung sein.“ Streit habe es immer mal gegeben, das sei normal. „Aber wir haben es immer hinbekommen.“ Für die Zukunft wünschen sie sich vor allem Frieden – „keinen Krieg“, sagen beide fast gleichzeitig – und eine letzte Reise nach Juist. Einmal noch auf die Insel, wo Margret Dübbelde einst Kinder betreute.

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