Dreister Fall von illegaler Entsorgung  Wilde Müllhalde an Wendehammer in Emden

| | 16.06.2025 11:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Dieser illegale Schuttberg ist innerhalb weniger Wochen gewachsen, nur die Straßenlaterne ragt noch heraus. Fotos: privat
Dieser illegale Schuttberg ist innerhalb weniger Wochen gewachsen, nur die Straßenlaterne ragt noch heraus. Fotos: privat
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Da wächst ein neuer Müllberg in Emden heran. Er ist aber illegal und längst kein Geheimtipp mehr.

Emden - Ein ganz besonders dreister Fall von Müll- oder vielleicht besser Bauschuttentsorgung hat sich in den vergangenen Wochen im Emder Stadtteil Constantia entwickelt. Auf einem brachliegenden Grundstück wurde zunächst etwas Bauschutt abgeladen. Tag für Tag wuchs der Schuttberg aber in die Höhe. Inzwischen breitet sich das Geröll bis weit über den Gehweg aus. Mittendrin ragt nur noch eine Straßenlaterne heraus, die den Müll nachts gut ausleuchtet.

Bis weit über den Gehweg bis in den Wendehammer: Müll in der Stedinger Straße.
Bis weit über den Gehweg bis in den Wendehammer: Müll in der Stedinger Straße.

Dieser neue Müllberg wächst auf einem Privatgelände an der Stedinger Straße zwischen dem Fitnesscenter „Pier 5“ und der Larrelter Straße. Wer in dem Wendehammer mit seinem Auto wenden will, hat dafür aktuell einen entsprechend kleineren Radius zur Verfügung. Noch – denn inzwischen ist auch die Stadt Emden auf die neue Müllhalde aufmerksam geworden und hat Maßnahmen angeordnet. „Bei der Schuttentsorgung handelt es sich um eine illegale Ablagerung von Bauschutt“, schreibt Stadtsprecher Eduard Dinkela auf Nachfrage dieser Zeitung. „Und der Verursacher ist bereits ermittelt.“

Illegale Entsorgung kann teuer werden

Wer das ist, sagt Dinkela aber nicht. Auch nicht, ob der Grundstückseigentümer selbst sein Grundstück als Müllplatz nutzt. Oder ob auch andere Emder inzwischen den Platz zur Entsorgung von Bauschutt nutzen. Das im öffentlichen Raum, also auf dem Gehweg und der Fahrbahn des Wendehammers gelagerte „Material“ soll nun aber „zeitnah vom Verursacher“ entfernt werden. „Was mit dem Bauschutt auf dem Privatgrundstück geschieht, ist derzeit noch Gegenstand von Abstimmungen“, so Dinkela.

Klar ist: Wilde Müllablagerungen welcher Art auch immer sind verboten und können mit Bußgeldern belegt werden. Auch in diesem Fall sei eine Strafe „wahrscheinlich“, die gegebenenfalls auch „nicht ganz billig“ werden könnte. Wie viel Geld der Verursacher dafür bezahlen muss, liege allerdings im Ermessen der Ordnungsbehörde.

Legale Möglichkeiten sind günstiger

Günstiger wäre es sicher geworden, den Bauschutt gleich ordnungsgemäß zu entsorgen. Auch dafür nennt der Stadtsprecher Lösungen: „Emder Privathaushalte können mineralischen Bauschutt mit Pkw oder mit Pkw und Anhänger beim Entsorgungszentrum in der Eichstraße gegen Gebühr entsorgen.“ Das kostet ab zwölf Euro je Anlieferung. Die aktuellen Gebühren sind auf der Homepage des BEE einzusehen.

So sollte man sein Grundstück nicht nutzen: Schuttablagestelle an der Stedinger Straße.
So sollte man sein Grundstück nicht nutzen: Schuttablagestelle an der Stedinger Straße.

Allerdings wären bei diesem Schuttberg bestimmt einige Fuhren mit dem Auto nötig gewesen. Viel wahrscheinlicher ist, dass im besagten Fall der Bauschutt gleich per Lkw angeliefert worden ist. Aber auch für die Entsorgung größerer Mengen Bauschutt stehen sowohl privaten als auch gewerblichen Bauherren verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, schreibt Dinkela. „Spezialisierte Containerdienste und zertifizierte Recyclingunternehmen bieten passende Lösungen an – von der Bereitstellung geeigneter Container bis hin zur fachgerechten Verwertung der Materialien.“

Wichtig dabei sei, den Schutt sortenrein zu trennen, um eine umweltgerechte Wiederverwertung zu ermöglichen. Informationen zu regionalen Anbietern sowie zu den jeweiligen Annahmebedingungen fänden sich in der Regel online oder über die örtlichen Entsorgungsfachbetriebe.

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