Bauarbeiten gestartet Hinte – am alten Schlachthof entstehen neue Mietwohnungen
Nach den Abrissarbeiten am Hinter Kirchgang lag dort lange nur Schutt. Jetzt gehen die Bauarbeiten los. Es entstehen moderne Mietwohnungen, doch ein Teil der Ortsgeschichte bleibt trotzdem erhalten.
Hinte - In Hinte entsteht neuer Wohnraum. Wer einmal die Brückstraße im Ortskern entlangfährt, sieht, dass am ehemaligen „Schandfleck“, dem Hinter Kirchgang, mittlerweile fleißig gearbeitet wird. Anfang letzten Jahres hatten schwere Bagger dort noch die letzten Gebäude abgerissen - sieben Häuser waren es insgesamt. Jetzt ist Platz für was Neues.
Und wie das aussehen soll, weiß Claas Mauritz Brons. Gemeinsam mit seinem Kompagnon Stefan Gerjets hat er die Emder Firma GerBro Immobilien und Grund GmbH. Die beiden hatten die Grundstücke am Hinter Kirchgang vor einiger Zeit gekauft, wollen auf der Fläche drei bis vier neue Wohnkomplexe entstehen lassen.
Historisches Mauerwerk wird erhalten
Los geht es jetzt aber erstmal bei dem einzigen Gebäude, das von den Abrissarbeiten verschont geblieben ist: dem alten Schlachthof direkt an der Straße. Der wird nun saniert, verrät Brons. Die entsprechenden Arbeiten haben bereits begonnen. Der Altbau soll dabei möglichst sein historisches Erscheinungsbild behalten: Das Gebäude soll sich „harmonisch und ortsbildprägend in das Dorfbild“ einfügen, so Brons. „So planen wir beispielsweise, das historische Mauerwerk freizulegen, zu reinigen und wiederzuverwenden.“
Am Ende sollen in dem alten Schlachthof sechs moderne Mietwohnungen entstehen. Diese sollen zwar den Charakter des Altbaus bewahren, aber auf zeitgemäßen Wohnkomfort sollen die zukünftigen Mieter trotzdem nicht verzichten müssen, so Brons.
Gleich mehrere neue Mietwohnungen für Hinte
Außerdem werden auf der restlichen Fläche am Hinter Kirchgang, wo aktuell noch Schutt liegt, mehrere kleinere Neubauten entstehen, so der Investor. Wie diese genau aussehen sollen, ist noch nicht bekannt. Aber: Sie sollen sich ebenfalls in das Hinteraner Ortsbild einfügen. Die Neubauten sollen nach der Fertigstellung vermietet werden.
Mit der Sanierung des alten Schlachthofs und den angrenzenden Neubauten am Hinter Kirchgang wollen die Investoren einen „Beitrag zur Belebung des Ortskerns leisten“, so Brons. Zudem soll gleichzeitig neuer und hochwertiger Wohnraum in der Gemeinde geschaffen werden.
Bodenfunde machten vorherige Pläne unmöglich
Bis zu dem jetzigen Beginn der Bauarbeiten auf dem Areal direkt neben der Burg Hinta hat es lange gedauert. Früher hatten andere Investoren bereits Interesse an den Grundstücken gezeigt, wollten dort ebenfalls neuen Wohnraum schaffen. Allerdings machten ihnen historische Bodenfunde einen Strich durch die Rechnung. Denn der Hinter Kirchgang befindet sich auf einer Warft, also einer von Menschenhand aufgeschichteten Anhöhe, in der sich höchstwahrscheinlich Spuren vergangener Siedlungen befinden. Das bedeutet, das auf dem Gelände nicht zu tief gegraben werden darf, um solche möglichen Funde nicht zu beschädigen. Ein ursprünglich geplanter großer Gebäudekomplex mit 18 Wohnungen konnte darum nicht realisert werden - dafür hätten Phähle zu tief in den Boden gerammt werden müssen.