Großes Bauprojekt Greetsieler Mühlenstraße wird erneuert
Die Sanierung der Greetsieler Mühlenstraße startet nach den Herbstferien. Was dort gemacht wird und welche Einschränkungen auf Besucher des Ortes zukommen.
Greetsiel - Diesen Herbst geht es los: Die Greetsieler Mühlenstraße wird saniert. Attraktiv und barrierefrei soll die neue Straße werden – und damit auch einer anderen Straße im Ort ähneln.
Die Sanierung der Mühlenstraße ist von langer Hand geplant. Sie ist Teil des Sanierungsgebiets „Greetsiel – Historischer Ortskern“. Schon im Jahr 2015 wurde die Gemeinde Krummhörn mit diesem Gebiet in das Städtebauförderprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen. Die Gemeinde bekommt Zuschüsse vom Land, um damit den Ortskern zu sanieren. Auch die Anfang des Jahres fertiggestellte Brücke am Pilsumer Weg wurde mit Mitteln aus diesem Fördertopf saniert.
Was wird gemacht?
Jetzt ist die Straße dran. Die Neugestaltung verfolge das Ziel, „Barrierefreiheit zu schaffen, das Ortsbild zu erhalten, die Attraktivität zu steigern und die Funktionalität zu verbessern“, so Oliver Janssen, allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin der Krummhörn. Dabei geht es vor allem dem Pflaster an den Kragen: Auf der linken und rechten Seite der Mühlenstraße soll Klinkersteinpflaster verlegt werden, in den Mittelstreifen kommt Betonsteinpflaster. Gerumpeltes Pflaster, so Janssen – bei dieser Art sind die Ecken abgeplatzt, es sieht dadurch natürlicher aus. Orientiert hat sich die Gemeinde dabei an einer anderen Straße in Greetsiel: Die Straße soll nach der Sanierung so aussehen wie die benachbarte Straße „Am Zingel“. Dadurch soll ein einheitliches Erscheinungsbild im Ortskern erreicht werden, so Janssen.
Außerdem wird im gleichen Zug die Beleuchtung entlang der Straße erneuert. Die dort bereits stehenden Laternenmasten sollen aufgearbeitet werden. Sie werden neu beschichtet und außerdem mit neuen Leuchtenköpfen in LED-Technik versehen. Zudem kommen neue Zäune an der Mühlenstraße dazu. Die bisherigen Zäune sollen fachgerecht entsorgt werden, neue Zäune werden aufgestellt – in „anthrazitgrau, passend zu den Leuchten“, so Janssen.
Wann geht es los?
Nach den Herbstferien in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Ein genauer Zeitpunkt ist noch nicht bekannt. Saniert wird allerdings nicht die gesamte Länge der Mühlenstraße, sondern lediglich der Teil vom Zentrum des Ortes bis zur Brücke über das Greetsieler Sieltief. Der Abschnitt, an dem die beiden Zwillingsmühlen stehen, wird also nicht saniert. Da es sich bei der Sanierung der Mühlenstraße allerdings um ein recht großes Projekt handelt, sollen die Bauarbeiten in drei Abschnitten stattfinden, auf die nächsten drei Jahre verteilt.
Ende Oktober dieses Jahres geht es demnach mit dem ersten Abschnitt los. Saniert wird dabei das Stück im Zentrum, zwischen dem Hotel und Restaurant „Hohes Haus“ an der Ecke der Sielstraße und dem Liek Gang, kurz hinter dem Restaurant „Moin Moin“. Bis 2026 sollen die Arbeiten an diesem Abschnitt abgeschlossen sein. Danach folgt der Abschnitt zwischen dem Liek Gang und der Mühlenstraße 13. Der letzte Abschnitt ist der zwischen der Mühlenstraße 13 bis vor zur Ecke des Schatthauser Wegs. Dieser letzte Abschnitt soll bis 2028 saniert sein.
Sind die Geschäfte und Restaurants weiterhin erreichbar?
Dass die Bauarbeiten für einige unvermeidbare Einschränkungen sorgen werden, hatte die Krummhörner Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos) schon Anfang des Jahres angekündigt: „Es muss einmal schwierig werden, bevor es dann schön wird“, sagte sie damals zum geplanten Bauprojekt. Aber: Die Geschäfte und Restaurants in der besonders bei Urlaubern beliebten Mühlenstraße sollen während der Umbauphase zumindest fußläufig weiterhin erreichbar sein.
Die Kosten für die Sanierung der Mühlenstraße belaufen sich auf schätzungsweise eine Million Euro, gab die Gemeinde im März bekannt. Rund zwei Drittel der Kosten werden durch die Fördermittel des Landes gedeckt, den restlichen Anteil zahlt die Gemeinde selbst.