Podcast „Watt’n los?“ Papa, wie war das eigentlich früher bei der Bundeswehr?

| | 09.03.2026 10:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Björn Klüver (links) und Madita Janßen bei der Podcast-Aufnahme mit Jörg Klüver. Foto: Deike Terhorst
Björn Klüver (links) und Madita Janßen bei der Podcast-Aufnahme mit Jörg Klüver. Foto: Deike Terhorst
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Die siebte „Watt’n los?“-Staffel beschäftigt sich mit dem Thema Bundeswehr in Ostfriesland. Die dritte Folge dieser Staffel ist nun überall verfügbar, wo es Podcasts gibt.

Leer - Während die Politik über neue Modelle spricht, um die Bundeswehr personell zu stärken, blicken viele junge Menschen mit gemischten Gefühlen auf eine mögliche Dienstzeit. In der neuesten Folge des „Watt’n los?“-Podcasts gehen Madita Janßen und Björn Klüver der Frage nach, wie sich der Wehrdienst eigentlich anfühlte, als er für fast jeden jungen Mann in Ostfriesland noch dazugehörte.

Von babyblauen Schlafanzügen und dem G3

Dafür haben sie zwei Männer befragt, die diese Zeit hautnah miterlebt haben: ihre Väter. Frank Janßen und Jörg Klüver berichten von einer Zeit, in der man zwischen dem 18. und 26. Lebensjahr jederzeit mit der Einberufung rechnen musste. Der Weg in die Kaserne führte beide zunächst zur Musterung in die Auricher Blücherkaserne, wo über die Tauglichkeit entschieden wurde.

Björn Klüver (links) und Madita Janßen bei der Podcast-Aufnahme mit Frank Janßen. Foto: Deike Terhorst
Björn Klüver (links) und Madita Janßen bei der Podcast-Aufnahme mit Frank Janßen. Foto: Deike Terhorst

Der Alltag dort begann für beide mit einer intensiven Grundausbildung, die für sie eine enorme Umstellung zum gewohnten Leben bei den Eltern darstellte. Frank erinnert sich heute noch an die babyblauen Schlafanzüge der Bundeswehr, in denen alle Rekruten gleich aussahen, und an den harten Drill an der Standardwaffe G3. Diese mussten sie sogar im Schlaf zusammenbauen können und immer am Mann haben, so Frank. Während Jörg den Luftraum in Dornum mit Nike-Herkules-Raketen überwachte, steuerte Frank als Kradmelder auf dem Motorrad durch das Gelände Oldenburgs und lernte, Befehle durch unwegsames Gelände zu überbringen.

Zwischen Teambuilding und ethischen Fragen

Rückblickend ziehen beide ein differenziertes Fazit. Frank berichtet, dass sein Selbstbewusstsein durch das Austesten der eigenen Belastungsgrenzen deutlich gewachsen sei, während Jörg vor allem die Disziplin, den Teamgeist und die erlernten Erste-Hilfe-Maßnahmen schätzt. Sie sprechen aber auch über ethische Fragen und den Unterschied zur heutigen Bedrohungslage. Denn während Frank und Jörg ihren Dienst am Ende des Kalten Krieges in einer Phase der Entspannung leisteten, blickt die heutige Generation mit ganz anderen Ängsten auf das Thema Militär.

Feedback oder Anregungen?

Schickt uns gerne eine E-Mail an madita.janssen@zgo.de und bjoern.kluever@zgo.de.

In der aktuellen Folge von „Watt’n los?“ erfahrt ihr, wie es sich mit sieben Fremden auf einer Stube lebt und warum die Sicht auf die Bundeswehr heute so viel kritischer ausfällt als vor 35 Jahren. Die dritte Folge der siebten Staffel läuft ab Montag, 9. März 2026, überall dort, wo es Podcasts gibt. Auch auf den Homepages oz-online.de, ga-online.de, on-online.de und borkumer-zeitung.de ist er unter dem Reiter „Podcasts“ zu finden. Hört gerne rein. Die Volontäre freuen sich darüber hinaus über Feedback und Themenideen für weitere Staffeln.

Podcast-Staffel über die Bundeswehr in Ostfriesland

Seit Anfang 2025 gibt es den Podcast „Watt’n los?“ bei der Zeitungsgruppe Ostfriesland. Darin vertiefen junge Journalistinnen und Journalisten alles, was Ostfriesland bewegt. Das Audioformat ist in Staffeln gegliedert. Jeweils vier Folgen lang diskutiert das jeweilige Moderatorenpaar ein Thema, spricht über die bisherige Berichterstattung und aktuelle Entwicklungen. In der siebten Staffel nehmen Madita Janßen und Björn Klüver die ostfriesischen Bundeswehrstandorte genauer unter die Lupe.

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