Hinrichsfehn Endgültig im Dienst angekommen
Jetzt ist es offiziell: Julia Olivia Leppke ist Pastorin in Hinrichsfehn und Wiesmoor. So war der Gottesdienst zu ihrer Ordination.
Hinrichsfehn - Bei einem feierlichen Gottesdienst in der Hinrichsfehner Versöhnungskirche ist Julia Olivia Leppke als Pastorin der Kirchengemeinden Hinrichsfehn und Wiesmoor eingeführt worden. Sie ist dort bereits seit dem 1. Februar dieses Jahres beschäftigt.
Mit der Ordination hat die 28-Jährige einen weiteren Schritt auf dem Weg in den pfarramtlichen Dienst gemacht. Viele Gemeindeglieder waren in die Kirche gekommen, um diesen Moment mit ihr zu feiern.
Aufbruchstimmung und Unsicherheit
In ihrer Predigt sprach Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer vom Sprengel Ostfriesland-Ems über die Mischung aus Aufbruchstimmung und Unsicherheit, die mit einem solchen Neubeginn verbunden ist. Der Wunsch, Pastorin zu werden, begleitet Julia Leppke nach eigenen Angaben seit ihrer Konfirmandenzeit. Die 28-Jährige war in ihrer Heimatgemeinde Eidinghausen-Dehme bis zum Ende ihres Studiums aktiv. Dabei machte sie prägende Erfahrungen, die sie maßgeblich dazu bewogen, den Beruf der Pastorin zu ergreifen.
Ostfriesland ist längst zweite Heimat
Nach dem Studium der evangelischen Theologie absolvierte sie ein Vikariat in Holtland. Ostfriesland sei für sie längst zu einer zweiten Heimat geworden, sagt Julia Leppke. Als Pastorin wolle sie die Menschen, deren Lebensgeschichten, Fragen und Glauben in den Mittelpunkt stellen. Sie verstehe Kirche als gelebte Gemeinschaft.
Gebäude und Strukturen seien wichtig, doch entscheidend sei, dass Menschen vor Ort ihren Glauben leben und Gemeinschaft erfahren können, so die frisch ordinierte Pastorin. Sie möchte gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern in Hinrichsfehn und Wiesmoor die weiteren Wege entwickeln. Neben bewährten Formen sollen auch neue Ideen Raum haben, etwa alternative Gottesdienstformate oder neue musikalische Impulse.
Leuchtturm als Symbol für Sicherheit
Zum Abschluss ihrer Predigt gab Sabine Schiermeyer Julia Leppke persönliche und zugleich ermutigende Worte mit auf den Weg. Mit dem Bild eines Leuchtturms, der Schiffe sicher durch die Nacht führt, beschrieb die Regionalbischöfin Gottes Wirken in Worten, Liedern und Begegnungen mit Menschen.
Mit der Ordination sei nun sichtbar vollzogen, was Anfang Februar begonnen hat: Julia Leppke ist in ihrem Dienst angekommen.