Corona
Emden erwartet neue Impfstoff-Sonderlieferung
Die Stadt Emden erhält erneut eine Sonderlieferung an Impfdosen. Am 17. Juli wird das Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson verimpft. 1100 Dosen stehen zur Verfügung.
Emden - Wie die Stadt mitteilt, hat die Landesregierung eine Sonderlieferung über 1100 Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson für Emden freigegeben. Der Stoff wird in den kommenden Tagen erwartet und soll am 17. Juli auch ohne vorherige Anmeldung verspritzt werden.
Dr. Dirk Obes, stellvertretender Leiter des Emder Gesundheitsamtes, wirbt für eine Teilnahme an der Aktion. Nur eine Impfung mit Johnson & Johnson reiche aus, um nach etwa zwei Wochen einen vollständigen Impfschutz zu gewährleisten, heißt es in der Mitteilung.
Angebot für alle ab 18 Jahre
Die ersten 300 Impfdosen sind für Emder Bürgerinnen und Bürgern, die ihren Erstwohnsitz in Emden haben und 18 Jahre, oder älter sind, vorgesehen. Das Angebot kann entweder mit oder ohne Anmeldung genutzt werden. Anmeldungen erfolgen im Impfportal des Landes Niedersachsen unter der Internetadresse www.impfportal-niedersachsen.de oder über die Telefon-Hotline der zentralen Terminvergabe des Landes Niedersachsen unter der Nummer 08 00 / 9 98 86 65.
Alle im Alter zwischen 18 und 59 Jahren müssen im Zuge der Anmeldung das Einverständnis zur Impfung mit einem Vektorimpfstoff erklären. Alternativ können Interessierte auch ohne vorherige Anmeldung und ohne Termin am 17. Juli ab 8 Uhr im Impfzentrum Emden erscheinen, lässt die Stadt wissen. Das Angebot gilt auch für alle, die in Emden tätig sind, aber nicht in dieser Stadt wohnen. Zudem sind mit den weiteren Impfdosen zusätzliche Impfaktionen geplant.
Ziel ist Gemeinschaftsschutz
Nach Angaben der Stadt sind etwa ein Drittel aller Emderinnen und Emder vollständig gegen das Virus geimpft worden. In absoluten Zahlen sind es rund 17.000 Personen. „Unser Ziel ist der Gemeinschaftsschutz – den haben wir noch nicht erreicht“, so Dirk Obes. „Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger müssen geimpft sein, damit wir das Ansteckungsrisiko – auch für Kinder, für die es bisher keine allgemeine Impfempfehlung gibt, so klein wie möglich halten“, erklärt der Amtsarzt.
Er folge der Weltgesundheitsorganisation, die empfehle, „dass mindestens 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft sein sollten“. Je höher die Zahl der nicht geimpften Menschen in einer Gruppe, desto größer sei das Risiko für jeden Einzelnen und jede Einzelne, sich zu infizieren. Geimpfte könnten Infektionsketten unterbrechen und es gelte: Wer sich schütze, schütze auch andere.
Zwar sei eine Infektion auch nach der Impfung nicht ausgeschlossen, doch Impfungen seien der Weg aus der Pandemie und ein wichtiger Schritt zurück zu einem normalen Alltag. Menschen mit Impfschutz könnten ein Infektions- und Erkrankungsrisiko stark reduzieren und sich vor möglichen Langzeitfolgen schützen, so Obes. Die Stadt weist darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger, die sich bei der Impfaktion am 17. Juli mit dem Vakzin von Johnson & Johnson impfen lassen, mit einem vollständigen Impfschutz in den August starten.