Aurich

Pandemie

Covid-19-Alarm im Auricher Kino

Im Auricher Kino waren am Sonntag Besucher, die sich mit Covid-19 infiziert hatten. Foto: Archiv/Ortgies

Von Marion Luppen

Im Auricher Kino haben am Sonntag drei mit Covid-19 infizierte Gäste die Nachmittagsvorstellung besucht. Nun hat die Kreisverwaltung Mühe, alle Kontaktpersonen zu erreichen.

Aurich - Covid-19-Alarm im Auricher Kino: Das Gesundheitsamt des Landkreises Aurich hat erfahren, dass drei an Corona erkrankte Personen am vergangenen Sonntag um 16.15 Uhr die Vorstellung des Films „Fast & Furious 9“ im Kinosaal 6 besucht haben. In diesem Zusammenhang werden mögliche Kontaktpersonen gesucht, wie die Kreisverwaltung am Donnerstag mitteilte.

Wer Krankheitszeichen wie Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen oder Kopf- und Gliederschmerzen bemerkt, sollte zu Hause bleiben, die Abstands- und Hygieneregeln beachten und sich umgehend beim Gesundheitsamt unter der E-Mail-Adresse kpn@landkreis-aurich.de mit Angabe des Namens, der Telefonnummer, der Adresse und der im Kino eingenommenen Platznummer melden.

Für 20 Personen Quarantäne angeordnet

Die Inkubationszeit, das heißt die Dauer von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung, beträgt fünf bis sechs Tage, längstens jedoch zwei Wochen. „Daher sollte in diesem Zeitraum besonders auf die genannten Symptome geachtet werden“, schreibt die Kreisverwaltung.

Bislang wurde für 20 Personen eine Quarantäne angeordnet, die ihre Eintrittskarten an der Kasse gekauft hatten und deren Kontaktdaten vorliegen. Weitere 140 Gäste hatten ihre Tickets online reserviert. Außer ihren Mail-Adressen sind keine weiteren Kontaktdaten verfügbar. „Erschwerend kommt hinzu, dass E-Mails des Gesundheitsamtes an die Kartenkäufer von diesen teilweise nicht beantwortet wurden oder es ist kein Rückruf beim Amt erfolgt“, schreibt die Kreisverwaltung.

Wie an der frischen Luft

Kino-Geschäftsführerin Astrid Muckli spricht von einer Panne. Bei der Online-Buchung der Karten seien teilweise die Telefonnummern der Besucher nicht richtig erfasst worden. „Das ist unglücklicherweise nicht sofort aufgefallen“, sagte Muckli am Donnerstag im Gespräch mit der Redaktion. Daher habe das Gesundheitsamt Probleme, alle Kontaktpersonen zu erreichen. Die E-Mail-Adressen seien aber richtig. „Sonst hätten die Leute die Tickets nicht bekommen.“ Nur guckt eben nicht jeder ständig in sein E-Mail-Fach.

Trotz allem ist Muckli zuversichtlich, dass sich das Kino nicht als Infektionsherd entpuppen wird. Die Lüftungsanlage funktioniere einwandfrei. Pro Sitzplatz würden in jeder Stunde 40 Kubikmeter Frischluft in den Saal geblasen. Das sei so, als würde man im Freien sitzen. Der Frischluftanteil betrage 100 Prozent. Zudem sei jederzeit nachvollziehbar, wer auf welchem Platz gesessen hat. „Ich hoffe, es wird sich zeigen, dass unser System funktioniert.“

Appell an Gastronomiebetriebe

Aufgrund der derzeit geltenden niedersächsischen Coronaverordnung war der Aufenthalt im Kino ohne Maske am Platz und ohne einen Schnelltest zulässig. In diesem Zusammenhang appelliert die Kreisverwaltung an Gastronomiebetriebe, Kontaktdaten ihrer Gäste zu erheben, beispielsweise mit der Luca-App, auch wenn dies aufgrund der derzeit niedrigen Inzidenzwerte im Landkreis Aurich nicht vorgeschrieben ist. Das Infektionsgeschehen zeige, wie wichtig es sei, im Bedarfsfall auf diese Daten zugreifen zu können.

Muckli legt Wert auf die Feststellung, dass das in den Kinobetrieben gemacht werde: Alle Besucher müssten ihre Kontaktdaten hinterlassen, entweder bei der Online-Buchung der Karten, per Luca-App oder auf Papier.

Willi Frieters 23.07.2021
09:16 Uhr
Hallo. Warum ist es nicht möglich infizierte Person, die trotz ihrer Coronainfektion, zu Veranstaltungen gehen, und durch Ihr Fehlverhalten andere Personen gefährden , haftbar zu machen. Kräftig an den Kosten beteiligen. Vielleicht bringt das diese Personen zum nachdenken.
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