Was Sie heute wissen sollten

Delta | Wolf | Bummert

Joachim Braun
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Von Joachim Braun
| 25.06.2021 06:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
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Das Wichtigste aus der Region, jeden Morgen um 6.26 Uhr zusammengefasst von der Chefredaktion der Ostfriesen-Zeitung.

Auch wenn Leser S. uns heute bestimmt wieder eine „Angst-Mach-Geschichte“ vorwerfen wird, mir macht die sich ausbreitende Delta-Variante des Corona-Virus wirklich Sorgen. Nicht, dass ich um mein Leben fürchte, bis Ende Juli werde ich das zweite Mal geimpft sein, aber ich habe mich schon darauf gefreut, dass unser aller Leben bald wieder normal werden würde: ein öffentliches Leben, das diesen Namen verdient, Konzerte, Sportveranstaltungen mit Zuschauern und Reisen, ja Reisen. Die Hoffnung auf den geplanten Sommerurlaub (2020 wurde er storniert) ist noch nicht gestorben. Die jüngsten Nachrichten sind jedenfalls nicht gut. Gestern wurde Delta erstmals auch in Ostfriesland nachgewiesen, bei drei Infizierten. Andreas Ellinger berichtet.

Ausschließlich Sach- und keinen Personenschaden hat das Unwetter voriges Wochenende in der Krummhörn angerichtet. Aber der Schaden ist höher als noch zu Wochenbeginn angenommen. Für eine Abschlussbilanz ist es noch zu früh, aber die Ostfriesische Brandkasse hat schon Schadenmeldungen vorliegen, die in der Addition eine siebenstellige Summe ergeben. Vollgelaufene Keller, beschädigte oder zerstörte Überdachungen, kaputte Rollläden, vom Hagel durchlöcherte Gewächshäuser – „und dann kommen noch die Schäden an Autos hinzu“, berichtet Pressesprecherin Signe Foetzki. Und auch in der Landwirtschaft sind die Schäden hoch. Claus Hock hat nachgefragt.

Ein emotionaleres Thema gibt es kaum: Für die einen, vor allem die Landwirte, ist der Wolf eine Bedrohung, für die anderen ein willkommener Rückkehrer. Acht Schafe verlor ein Züchter-Ehepaar aus Aurich-Tannenhausen am Dienstag. Drei der Coburger Fuchsschafe waren tot, fünf so stark verletzt, dass sie nicht gerettet werden konnten. Hat ein Wolf die Tiere gerissen? Die zuständige Wolfsberaterin hat Spuren dokumentiert und DNA-Proben genommen. Besonders tragisch an diesem Fall: Die Landwirte wollten einen wolfabweisenden Zaun bauen und hatten dafür bereits im Februar Fördermittel beantragt. Eine Antwort haben sie bis jetzt nicht bekommen. Gabriele Boschbach hat mit Eva und Wilfried Wachtendorf gesprochen.

Eine Kreuzung wie den Bummert in Leer gibt es vermutlich nur einmal in Deutschland. Völlig unübersichtlich, unfallträchtig. Und trotzdem weigerte sich die Stadt jahrelang entgegen den Ratschlägen von Experten, den Bummert zu entschärfen. Erst der Landkreis setzte sich vor zwei Jahren durch und verordnete eine Ampelanlage. Jetzt wird mit den Bauarbeiten an dem zentralen Verkehrsknoten begonnen, wie Katja Mielcarek berichtet. Die fünfmonatige Vollsperrung könnte für ein Verkehrschaos sorgen. Umleitungsstrecken für Auto- und für Radfahrer sind eingerichtet.

Kennen Sie Nordseebrause, Ostfriesen-Eistee oder Emder Saft? Richtig, alles alkoholfreie Getränke, die die Region im Namen tragen. Das liegt voll im Trend, nicht nur in Ostfriesland. Es muss längst nicht mehr alles Coca-Cola sein (außer bei meinem Kollegen Denis K.), das hat nicht erst vor Jahren der Erfolg von Bionade bewiesen. Aber ist alles aus Ostfriesland, wo Ostfriesland draufsteht? Mona Hanssen hat sich für ihre Serie „Leckerst un Best“ mit Fachleuten wie dem Moormerlander Getränkeexperten Rolf Lauströer unterhalten.

Mutig ist er, der 17-jährige Leon Anhalt aus Emden, sehr mutig. Demnächst reist er ganz alleine um die halbe Welt, um auf einem Elite-Internat in Singapur sein Abitur zu machen. Der Anfang ist beschwerlich. Drei Wochen lang muss er sich in einem Hotel in strikte Quarantäne begeben, dann fängt die Ausbildung des Stipendiaten am United World College an. Ganz unerfahren ist der junge Mann nicht, ein Jahr lebte er bereits in den USA. Gordon Päschel hat Leon Anhalt interviewt.

Das passiert jeden Tag: Der Paketbote kommt, der Empfänger ist nicht da, und die Sendungen werden hinterlegt. Auf der Terrasse, im Gartenhäuschen oder wo auch immer. Das blödeste Depot hatte sich ein Zusteller in Wiesmoor ausgesucht. Er hinterlegte zwei Pakete in der Gelben Tonne. Als Anja und Helmut Meiners aus dem Urlaub zurückkamen und den Hinweiszettel des Zustellers sahen, war es schon zu spät. Eine Stunde vorher hatte die Müllabfuhr die Tonne geleert. Was dann passierte - lesen Sie den Artikel von Niklas Homes.

Was heute wichtig wird:

  • Die ehemalige Bohrinsel in Dyksterhusen ist sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen beliebt. Doch Anwohner der Dollartstraße sind genervt, weil Besucher der Bohrinsel mit lauten Bikes und Wohnmobilien durch ihre Siedlung fahren. Tatjana Gettkowski berichtet.
  • Bis in die 1970er Jahre gehörte Schloss Gödens zu Ostfriesland. Doch durch die Gebietsreform wechselte es in den Landkreis Friesland. Kein Grund für Nikola Nording, sich das Gebäude für die Serie „Nachgezählt“ einmal genauer anzuschauen.
  • Die Realschule Aurich platzt aus allen Nähten. Kinder werden in Containern unterrichtet. Diese müssen jetzt aufgestockt werden. Fachräume werden zu Klassenräumen umfunktioniert. Die Stadt will den Zugang limitieren. Marion Luppen schaut sich vor Ort um.
  • Im Juli stellt die Landesregierung die Weichen für die weitere medizinische Versorgung in Niedersachsen. Auch Ostfrieslands Landfrauen wissen das – und fordern mehr Medizin-Studienplätze in Oldenburg. Claus Arne Hock berichtet über eine ungewöhnliche Aktion.
  • An diesem Sonnabend findet das Abschiedskonzert für das Neue Theater in Emden statt. Claus Arne Hock begibt sich auf Spurensuche. Wer stand in all den Jahren auf der Emder Bühne? Und was gab es für Kuriositäten?

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