Wacken

Das Aus für den WOA-Ersatz: „Bullhead City“ im September in Wacken abgesagt

Anna Krohn
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Von Anna Krohn
| 23.08.2021 13:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Die Wacken-Veranstalter Thomas Jensen und Holger Hübner haben ihr neu geschaffenes und für Mitte September geplantes Festival am Montagmittag abgesagt.

Gerade erst haben die Wacken-Gründer und -Veranstalter Thomas Jensen und Holger Hübner zum „WOA-Flaggentag“ aufgerufen, in Erinnerung an das erste Wacken Open Air, das vor 31 Jahren, am 24. August 1990, begann. Dafür sollen am Dienstag (24. August) weltweit WOA-Flaggen gehisst werden.

Bullhead City vom 16. bis 18. September abgesagt

Nun werden am Dienstag wohl viele eher aus Trauer zu den Wacken-Fahnen greifen: Denn „Bullhead City“, das Live-Musik-Event, das Jensen und Hübner ins Leben riefen, nachdem sie das WOA im Juni wegen der Corona-Pandemie das zweite Jahr in Folge absagen mussten, findet ebenfalls nicht statt. 

Geplant worden war das Festival, das viele Metalheads als kleinen Ersatz für das ausgefallene WOA 2021 ansahen, vom 16. bis 18. September in Wacken. Mit bis zu 20.000 Besuchern pro Tag hatten die Veranstalter bislang geplant, mehr als 10.000 Tickets sollen verkauft gewesen sein.

Jetzt teilen sie am Montagmittag (23. August) mit, dass es „aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen im Kreis Steinburg“ nicht möglich sein wird, „Bullhead City“ zu realisieren. Ticketinhaber würden den vollen Preis für die Karten und die gebuchten Zusatzoptionen erstattet bekommen. Das Geld werde in den kommenden Tagen automatisch zurücküberwiesen.

Thomas Jensen und Holger Hübner „traurig und sehr geknickt“

Holger Hübner (55) erklärt als Geschäftsführer der WOA Festival GmbH, die hinter „Bullhead City“ steht: „Wir brennen darauf, in ausgelassener Stimmung wieder Metal live erleben zu können. Noch wichtiger ist uns aber die Sicherheit aller Beteiligten, einschließlich der Menschen im Kreis Steinburg.“ Man habe in den vergangenen Wochen „intensiv mit den örtlichen Behörden zusammengearbeitet“. 

Doch: „In Anbetracht der derzeitigen Situation ist ein ausgelassenes Festival, wie es unsere Fans verdienen, aufgrund der zu ergreifenden Maßnahmen, zu denen unter anderem eine Maskenpflicht in nahezu allen Bereichen des Festivals gehört, nicht vorstellbar.“

Holger Hübners Kompagnon Thomas Jensen findet folgende Worte: „Auch wenn wir wirklich traurig sind, dass wir nun doch im September kein Wiedersehen mit den Metalheads feiern können, betrachten wir diese Entscheidung als die richtige.“ Man sei sicher, „dass die Fans Verständnis haben, und möchten ihnen erneut unseren unendlichen Dank aussprechen. Es ist nicht selbstverständlich, dass tausende von Menschen in einer bekanntermaßen für alle schwierigen Situation auf diese Weise ihr Vertrauen aussprechen“.

Man sei „sehr geknickt“, werde aber weiterhin alles daran setzen, den Metalfans sobald wie möglich wieder Metal live zu präsentieren - „und zwar so, wie wir alle es kennen und lieben: Spätestens beim WOA 2022 wird es also ein Wiedersehen geben, das sich mehr als gewaschen hat!“

Schenefelds Amtsdirektor Andreas Faust teilt mit: „Das Amt Schenefeld als zuständige Ordnungsbehörde bedauert die notwendige Absage von Bullhead City außerordentlich. In diesen Zeiten steht aber die Gesundheit der Gäste, der Beschäftigten und der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund.“ 

Das Wacken Open Air 2022 findet vom 4. bis 6. August mit Bands wie Slipknot, Judas Priest, Till Lindemann oder Limp Bizkit statt.

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