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Neuer Rekordwert: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1073,0

AFP User, DPA User
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Von AFP User, DPA User
| 28.01.2022 06:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Neuer Rekordwert in Deutschland: Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1073,0. Foto: dpa/Julian Stratenschulte
Neuer Rekordwert in Deutschland: Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1073,0. Foto: dpa/Julian Stratenschulte
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Die Sieben-Tage-Inzidenz hat am Freitag mit 1073,0 in Deutschland erneut einen Höchststand erreicht. Zudem vermeldete das Robert Koch-Institut 190.148 Corona-Neuinfektionen und 170 weitere Todesfälle.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1073,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1017,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 706,3 (Vormonat: 215,6). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 190.148 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 140.160 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind. Zudem melden einige Städte und Kreise seit Tagen Probleme bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 170 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 170 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 9.429.079 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 4,64 an (Mittwoch 4,26). Damit zog der Wert nach einigen Wochen der Stagnation zuletzt wieder deutlich an. Im jüngsten Wochenbericht vom Donnerstag wies das RKI darauf hin, dass in der vergangenen Woche in Deutschland 32 Prozent der gemeldeten Coronatests positiv ausfielen. In der Vorwoche waren es noch 24 Prozent. Aufgrund des „massiven“ Anstiegs des „Infektionsdrucks“ gibt es schon länger Befürchtungen, dass die registrierten Infektionszahlen nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen abbilden.

Das RKI erklärte dazu: „Auch wenn nicht mehr jeder Einzelfall im Meldesystem erfasst wird“, sei durch ergänzende Indikatoren „eine zuverlässige Einschätzung der Gesamtentwicklung“ möglich. Für die Lagebewertung in der aktuellen Situation der Pandemie stehe zudem „nicht die Erfassung aller Infektionen durch SARS-CoV-2, sondern die Entwicklung der Anzahl und Schwere der Erkrankungen im Vordergrund“.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitagmorgen mit 7.494.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 117.484.

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