Mehr als eine Woche vermisst Achtjähriger Joe aus Oldenburg lebt

 | 25.06.2022 09:33 Uhr  | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Polizisten inspizierten den Gully, in dem Joe gefunden wurde. Foto: Andre van Elten/dpa
Polizisten inspizierten den Gully, in dem Joe gefunden wurde. Foto: Andre van Elten/dpa
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Seit Tagen lief die Suche nach dem vermissten achtjährigen Joe aus Oldenburg. Samstagmorgen hörte ein Passant Geräusche aus einem Gully und rief die Polizei.

Oldenburg - Der seit Tagen vermisste achtjährige Joe aus Oldenburg lebt. Wie die Polizei am Sonnabendmorgen über Twitter mitteilte, wurde der Junge in der Nähe seines Elternhauses in einem Gully gefunden.

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Joe lebt: Polizei findet vermissten Achtjährigen nach mehr als einer Woche
25.06.2022

Wie es in einer Mitteilung der Polizei weiter hieß, hatte ein Spaziergänger um 6.22 Uhr in der Oldenburger Kranichstraße Geräusche unter einem Kanaldeckel gehört und umgehend Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste alarmiert. Die Einsatzkräfte öffneten daraufhin den Kanaldeckel und fanden den Jungen äußerlich unverletzt vor. Joe wurde versorgt und in ein Oldenburger Krankenhaus gebracht. Wie der Achtjährige in den Kanal geraten ist, wird jetzt ermittelt.

Die Suche nach dem Jungen hatte die Stadt Oldenburg und das Umland mehr als eine Woche in Atem gehalten. Immer wieder hatte es Hinweise gegeben, wo Joe angeblich gesehen worden war. Neben der Polizei suchten auch private Initiativen nach dem Kind.

Am siebten Tag des Verschwindens hatte die Polizei zusätzlich eine Mordkommission eingerichtet. Die Annahme, dass der Junge sich bewusst verstecke, sei hinfällig geworden, hieß es. Stattdessen habe ein Zeuge Hinweise gegeben, dass Joe möglicherweise einer Straftat zum Opfer gefallen sein könne.

Der Gully
Der Gully

Ermittelt wurde gegen unbekannt. Zwar bleibe die Sonderorganisation der Polizei für die Suche bestehen, hieß es in einer Mitteilung. Die Mordkommission habe aber andere rechtliche Möglichkeiten bei ihren Ermittlungen, zum Beispiel bei der Sicherung von Daten.

Verschwunden war der Junge im Oldenburger Stadtteil Donnerschwee, in dem es frühere Kasernen gibt. Aber intensiv gesucht wurde auch in anderen Teilen der Universitätsstadt an der Hunte. Auch Dörfer, Seen und Wälder im angrenzenden Landkreis Ammerland wurden abgesucht.

Mit Material von DPA

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