Hamburg  Militärexperten: Putin plant Angriff auf Russland unter falscher Flagge

Lucie Wittenberg
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Von Lucie Wittenberg
| 23.11.2022 16:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Zustimmung zum Krieg in der Ukraine sinkt auch unter den Russen. Foto: dpa/Vladimir Smirnov
Die Zustimmung zum Krieg in der Ukraine sinkt auch unter den Russen. Foto: dpa/Vladimir Smirnov
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Laut Militärexperten plant der russische Machthaber Wladimir Putin einen Angriff auf sein eigenes Land – unter falscher Flagge, um die Zustimmung des Volkes zu erhöhen.

Ein Angriff auf das eigene Land, um das Volk bei Kriegslaune zu halten? Das plant der russische Präsidenten Wladimir Putin. Denn um den Hass der Russen auf die Ukraine weiter zu schüren, soll Putin geplant haben, unter falscher Flagge Russland anzugreifen. Das berichten Militärexperten des Washingtoner Thinktanks Institute for the Study of War (ISW). Der Kreml verbreite aktuell Propaganda, über einen angeblich bevorstehenden Angriff der Ukrainer auf das russische Belgorod.

Schon länger rufen russische Militärblogger und Nationalisten Putin auf, die von der Ukraine zurückeroberten Gebiete erneut zu attackieren, um die ukrainischen Soldaten von einem Angriff auf Russland abzuhalten.

Die russischen Aussagen seien „absurd und zielen nur darauf ab, die breite Öffentlichkeit einzuschüchtern, um den Krieg in der Ukraine zu unterstützen“, sagten die ISW-Militärexperten gegenüber dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND). Eine militärische Invasion Russlands sei aber nicht im Interesse der Ukrainer.

Seit der Teilmobilmachung und den militärischen Rückschlägen in der Ukraine sinkt die Unterstützung für Putins Angriffskrieg. Es gebe Unruhen innerhalb Russlands, wie das ISW berichtet. In verschiedenen Regionen des Landes hätten mobilisierte Männer protestiert. Immer mehr Menschen würden sich den Rufen nach Demobilisierung anschließen.

In der kremlkritischen Zeitung „Meduza“ heißt es unter anderem, dass selbst der Kreml die Bevölkerung als „kriegsmüde“ einschätzt. In einer Umfrage hätten die Bürger vor allem Gleichgültigkeit und Apathie für die russische Invasion empfunden. Das werten die Experten des ISW als ein Signal, dass die Propaganda der russischen Führungsriege nicht mehr von den wirklichen Folgen des Kriegs ablenken kann.

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