Berlin  Lauterbach warnt vor Corona-Herbst – und wirbt für angepassten Impfstoff

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Von AFP User
| 18.09.2023 11:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Gesundheitsminister Karl Lauterbach ließ sich am Montag im Bundeswehrkrankenhaus eine Corona-Auffrischungsimpfung verabreichen. Foto: dpa/Reuters/Pool/Lisi Niesner
Gesundheitsminister Karl Lauterbach ließ sich am Montag im Bundeswehrkrankenhaus eine Corona-Auffrischungsimpfung verabreichen. Foto: dpa/Reuters/Pool/Lisi Niesner
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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet für den kommenden Herbst mit steigenden Corona-Infektionszahlen. Umso mehr appelliert der SPD-Politiker an die Bevölkerung, sich mit dem angepassten Impfstoff zu schützen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat ältere Menschen und Risikogruppen zur Nutzung des nun verfügbaren angepassten Corona-Impfstoffs aufgerufen. „Die Covid-Infektion ist keine Erkältung, das ist keine Kleinigkeit für Menschen über 60 oder Menschen mit Risikofaktoren“, sagte Lauterbach am Montag in Berlin, wo er sich selbst eine Auffrischungsimpfung geben ließ. Er empfahl dabei den genannten Gruppen auch gleich eine Impfung gegen Influenza.

Im Herbst werde es wieder „sehr viele Fälle einer Corona-Infektion“ geben, sagte Lauterbach voraus. Deutschland sei aber durch eine bessere Beobachtung der Infektionslage und eine Grundimmunität in der Bevölkerung „sehr viel besser vorbereitet“. Er glaube deshalb nicht, dass erneut Maßnahmen „im Sinne von Kontaktbeschränkungen“ nötig sein würden.

Seit Montag ist eine Impfung mit dem neuen Vakzin des Herstellers Biontech möglich. Er ist an die Subvariante Omikron XBB.1.5 angepasst. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine jährliche Covid-19-Auffrischimpfung für Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Dazu zählt sie Menschen ab 60 Jahre, Personen mit Grunderkrankungen, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie medizinisches und pflegerisches Personal, die ein erhöhtes Infektionsrisiko haben.

Weiterlesen: Corona-Schutz: Wer sich im Herbst 2023 nochmal impfen lassen sollte

Diesen Gruppen empfiehlt die Stiko auch die jährliche Grippeschutzimpfung. Covid-19- und Influenza-Impfung sind laut Bundesgesundheitsministerium zum gleichen Impftermin möglich und beeinträchtigen sich nicht gegenseitig.

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