Torloses Remis  Kickers gewinnt bei Unger-Rückkehr nur das Fanduell

| | 05.11.2023 15:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Emder Fans sorgten für mächtig Stimmung im fast 300 Kilometer entfernten Hildesheim. Das Foto stamm aus dem Spiel in Ramlingen. Archivfoto: Doden, Emden
Die Emder Fans sorgten für mächtig Stimmung im fast 300 Kilometer entfernten Hildesheim. Das Foto stamm aus dem Spiel in Ramlingen. Archivfoto: Doden, Emden
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Für die Emder Oberliga-Fußballer hat es am Sonnabend das zweite Unentschieden in Folge gegeben. In Hildesheim hatte Kickers erst ein Chancenplus, dann aber auch etwas Glück.

Hildesheim - Mit Applaus zollten die Emder Fußballer den eigenen Fans am Sonnabend nach dem 0:0 in Hildesheim Respekt und Dankbarkeit. Rund 50 Anhänger hatten sich mit dem Bus auf die fast 300 Kilometer lange Reise zum Ex-Klub von Co-Trainer Markus Unger gemacht und während der gesamten 90 Minuten für ordentlich Stimmung gesorgt. Das Fanduell gegen den eher ruhigen Borussia-Anhang „gewann“ Kickers.

Auf dem Rasen in Hildesheim, wo Emdens Co-Trainer bis zum Sommer Cheftrainer gewesen war, gab es schwere Kost und ein leistungsgerechtes Remis. „Bei einer heimstarken Mannschaft können wir mit diesem Unentschieden ganz gut leben“, sagte Kickers-Coach Stefan Emmerling nach der Partie. „Es war ein 50-50-Spiel, bei dem es darum ging, Fehler des Gegners auszunutzen. Beide Mannschaften haben diesen Fehler nicht gemacht. Chancen waren dennoch da auf beiden Seiten.“ Kickers muss durch das zweite Remis in Folge Aufsteiger Vorsfelde, der zeitgleich 2:0 gegen Heeslingen gewann, vorbeiziehen lassen und ist nun Vierter.

Emdens Djokovic pariert stark

Im Vergleich zum 1:1 gegen Egestorf-Langreder am vergangenen Sonnabend nahm Kickers-Coach Stefan Emmerling eine Änderung in der Startelf vor. Für den kräftigen Angreifer David Schiller begann der Flügelspieler Said Abbey. Damit wollte Emmerling mehr Tempo über die Außenbahnen haben.

Emdens Trainerteam (links Stefan Emmerling, rechts Markus Unger) sahen eine defensiv gut stehende Emder Mannschaft. Foto: Doden, Archiv
Emdens Trainerteam (links Stefan Emmerling, rechts Markus Unger) sahen eine defensiv gut stehende Emder Mannschaft. Foto: Doden, Archiv

In der Anfangsphase waren es vor nur 350 Zuschauern die Gastgeber, die etwas besser waren. Folgerichtig hatte Hildesheim auch die erste gute Möglichkeit. Den 18-Meter-Schuss von Karsan Doski konnte Emdens Keeper Isaak Djokovic mit einer starken Parade zur Ecke lenken (10. Minute).

Abbey und Steffen vergeben Chancen

Dann kämpfte sich Kickers in die Partie, besaß bis zur Halbzeit leichte Feldvorteile und erspielte sich ein Chancenplus. Davon nutzten die Gäste jedoch keine der Möglichkeiten. Said Abbey scheiterte freistehend an Hildenheims Torwart Tobias Dahncke (13.), einmal wurde sein Abschluss zur Ecke geblockt (22.). Auch Tobias Steffen hatte zwei Abschlüsse aus aussichtsreicher Position. Nach einer Steinwender-Vorarbeit schloss er aus elf Metern deutlich drüber (19.), ein anderes Mal kam er nicht an Dahncke vorbei (23.). „Wir hatten in der ersten Hälfte einige gute Szenen“, sagte Mittelfeldspieler Kai Kaissis. „Da hätte ein Tor fallen können.“

Im zweiten Durchgang ging es personell unverändert weiter, vor den Toren wurde es kaum noch gefährlich. Die Partie auf etwas holprigem Geläuf war ziemlich zerfahren. Einen Steffen-Abschluss konnte Hildesheims Dahncke sicher parieren (56.), ebenso wie auf der anderen Seite Isaak Djokovic einen Freistoß von Mohammad Baghdai (58.). Emdens Marvin Eilerts köpfte nach einer Ecke über das Tor (65.). Danach hatten die Gastgeber noch Möglichkeiten. Ein Hildesheimer traf aus 25 Metern die Latte (67.), Emdens Kai Kaissis rettete einmal kurz vor der Torlinie (85.). „Ich habe mein Knie reflexartig hochgezogen und bin einfach glücklich, dass ich klären konnte“, schilderte Kaissis die Szene. Sein Fazit nach dem 0:0 ist ein positives: „Wir stehen stabil – das muss uns Mut und Sicherheit für die nächsten Wochen geben.“

Hildesheims Trainer Marcel Hartmann gefiel vor allem die zweite Halbzeit seiner Mannschaft. „Ich behaupte, wir waren dem Dreier näher als Emden“, sagte Hartmann nach der Partie. „Unterm Strich ist das Unentschieden gerecht.“

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