Entscheidung naht  Steht der Tierschutzverein Rheiderland vor dem Aus?

| | 15.04.2024 16:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Iris Holzapfel leitet das Tierheim in Stapelmoor. Foto: Ortgies/Archiv
Iris Holzapfel leitet das Tierheim in Stapelmoor. Foto: Ortgies/Archiv
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Ob sich der Verein Tierschutz Rheiderland, der das Tierheim in Stapelmoor betreibt, auflösen muss, wird sich bald herausstellen. Wo steckt das Problem?

Bunde/Stapelmoor - Löst sich der Verein Tierschutz Rheiderland, der das Tierheim in Stapelmoor betreibt, auf? Um diese Frage geht es am Dienstag, 30. April, bei der Mitgliederversammlung im Familienzentrum Bunde. Auf der Versammlung, die um 19 Uhr beginnt, muss ein neuer Vorstand gewählt werden. Die bisherige 1. Vorsitzende Iris Holzapfel wird sich nach eigenen Worten nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung stellen.

Katzen warten derzeit im Tierheim Stapelmoor auf ein Zuhause. Symbolfoto: Pixabay
Katzen warten derzeit im Tierheim Stapelmoor auf ein Zuhause. Symbolfoto: Pixabay

Neben den beiden Posten des/der 1. und 2. Vorsitzenden müssen ein Kassenwart und ein Schriftführer gewählt werden. Gewählt werden müssen außerdem zwei Kassenprüfer, die aber nicht dem Vorstand angehören werden. Gelingt es nicht, die vier Vorstandsposten zu besetzen, soll der Beschluss gefasst werden, den Verein zum 30. Mai 2024 aufzulösen.

Nachfolge-Pläne scheiterten

Bereits 2022 hatte es eigentlich eine Nachfolgerin für Iris Holzapfel geben sollen, die das Tierheim in Stapelmoor jahrzehntelang geleitet und in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen wollte. Mit Anke Wilken war schon eine Nachfolgerin gefunden worden, die nach einer Einarbeitungszeit die Leitung des Tierheims übernehmen sollte. Kurz nach ihrem Start im Oktober 2022 warf sie frustriert das Handtuch. Begründet hatte sie diese Entscheidung damit, mit den Umständen im Tierheim nicht zufrieden zu sein. Unter anderem hatte sie damals kritisiert, dass die Tierheimmitarbeiter zu wenig Zeit hätten, sich mit den Hunden zu beschäftigen. Auch die Personalsituation hatte sie als Grund für die Kündigung angegeben.

Schwere Vorwürfe waren unter anderem im Internet in Umlauf gebracht worden: Man horte Tiere, das Heim sei überbelegt. Das Veterinäramt des Kreises Leer hatte anschließend das Tierheim besucht. Die Vorwürfe konnten dabei nicht bestätigt werden. Im Gegenteil: „Der Eindruck war überwiegend positiv“, so Koenen seinerzeit. Verpflegung und Hygiene, Räumlichkeiten und Verhalten der Tiere: alles im Lot.

Die Suche nach einer Nachfolgerin ging weiter: Im August 2023 stand wieder eine Kandidatin bereit. Allerdings musste die Sylvana Oosterbeek aus gesundheitlichen Gründen nach kurzer Zeit wieder kündigen.

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