Feuer in Wiesmoor Schaden durch Großbrand deutlich höher als vermutet
Das ehemalige Fehn-Hotel in Wiesmoor wurde durch das Feuer schwer beschädigt. Foto: Ortgies
Nach dem Brand eines ehemaligen Hotels in Wiesmoor ermittelt die Polizei nun die Brandursache. Klar ist: Der Schaden fällt deutlich höher aus als gedacht. Was wir wissen – und was noch unklar ist.
Wiesmoor - Am Samstagmittag hat das ehemalige Fehn-Hotel in der Hauptstraße in Wiesmoor lichterloh gebrannt. Neben gewerblich genutzten Räumen befinden sich in dem Gebäudekomplex auch Mietwohnungen. Auch Geflüchtete waren darin untergebracht. Der Großeinsatz mit umfassenden Rettungs- und Löscharbeiten dauerte bis in den Abend hinein, die Aufräumtätigkeiten noch bis in die Nacht zum Sonntag.
Brand im Fehn-Hotel: Was wir wissen
- Der entstandene Schaden ist deutlich höher als anfangs geschätzt. Bis Montag ging die Polizei noch von etwa 800.000 Euro aus, nach den Ermittlungen vor Ort am Dienstag rechnet man mit einem Schaden von mehreren Millionen Euro.
- In dem Gebäude waren insgesamt 36 Personen gemeldet, davon waren 21 Personen als Geflüchtete untergebracht. Sie sind in der ehemaligen Kaserne in Aurich untergekommen.
- Schwer verletzt wurde bei dem Brand niemand.
- Acht Menschen wurden leicht verletzt und gleich vor Ort medizinisch versorgt.
- Das gesamte Gebäude gilt nun als unbewohnbar.
- Auch wenn nicht alle Teile des Hauses direkt vom Feuer betroffen waren – aufgrund der Löscharbeiten sind auch die übrigen Bereiche aktuell nicht nutzbar.
- Das Haus ist aus Sicherheitsgründen weiträumig abgesperrt.
Brand im Fehn-Hotel: Was wir nicht wissen
- Die Brandursache ist derweil noch ungeklärt. War es ein technischer Defekt? Laut der Polizei Aurich können dazu keine abschließenden Angaben gemacht werden. Für Brandstiftung gebe es bisher keine Hinweise, so eine Sprecherin.
- Der vom Brand betroffene Teil beherbergte die Räume einer Praxis für Physiotherapie und eine Anwaltskanzlei. Im übrigen Areal befinden sich eine Massagepraxis, eine Versicherung und ein gastronomischer Betrieb. Wann und ob zumindest ein Teil der Räume wieder gewerblich nutzbar wird, ist ebenfalls noch unklar.
- Fünf Hausbewohner, denen nach dem Brand die Obdachlosigkeit drohte, wohnen nun vorübergehend im Hotel „Torfkrug“. Wann sie in ihre Wohnungen zurückkehren können, und sei es nur, um ihr Hab und Gut herauszuholen, weiß man nicht.
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