Lange Umleitung nötig  Wunderline – Radwege der Dollard-Route kurz vor Saison gesperrt

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Von Vera Vogt
| 19.04.2024 15:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Entlang der Dollard-Route gibt es für Radfahrer viel zu entdecken, so auch den Kiekkaaste. Allerdings werden sie bald eine Umleitung nehmen müssen. Foto: Schmunkamp/Ostfriesland Tourismus.
Entlang der Dollard-Route gibt es für Radfahrer viel zu entdecken, so auch den Kiekkaaste. Allerdings werden sie bald eine Umleitung nehmen müssen. Foto: Schmunkamp/Ostfriesland Tourismus.
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Für die Wunderline muss gebaut werden: Daher werden kurz vor Saisonstart für die Radtouristen Wege in Bunde gesperrt, die zur Internationalen Dollard-Route gehören.

Bunde - Gewässer, Deiche, Weite, so viel blauer Himmel: Das Rheiderland ist bei Radtouristen und einheimischen Radlern beliebt. Auch die 300 Kilometer lange Internationale Dollard-Route führt dort hindurch. Nun kommen aber für die Radler einige Kilometer hinzu – als Umleitung. In Bunde werde die Firma Depenbrock Bau ab dem 22. April 2024 den Radweg zwischen dem Heerenweg und dem Charlottenpolder in Bunde wegen einer Vielzahl von Bauvorhaben entlang der parallel verlaufenden Bahnstrecke vorübergehend sperren müssen, teilt die Firma mit. Züge der Wunderline – eine Verbindung zwischen Groningen und Bremen – sollen hier durchfahren können. Dafür muss an den Bahnstrecken einiges passieren. Die Radwege führen dicht entlang und können während der Arbeiten nicht genutzt werden.

Zusätzlich zu der ersten Sperrung werde einige Wochen später – wann genau, lässt sich jetzt noch nicht festlegen – auch der Radweg von Bunde zum Heerenweg gesperrt werden müssen. „Die geplanten Arbeiten haben eine voraussichtliche Dauer von etwa zehn Monaten.“ Und das kurz vor dem Saisonstart für die Internationale Dollard-Route. Von Mai bis September verbindet das Fahrgastschiff „Dollard“ die Häfen von Ditzum, Emden und Delfzijl. „Ja, der Zeitpunkt ist natürlich ungünstig“, sagt Ulrich Schmunkamp von der Internationalen Dollard-Route. „Aber grundsätzlich haben wir Verständnis, dass gearbeitet werden muss. Und es ergeben sich, wenn die Wunderline und die Friesenbrücke fertig sind, auch für uns wunderbare Möglichkeiten. Zunächst aber erstmal ein Einschnitt“, sagt er.

Die sichere Umleitungsstrecke ist lang

Da die Radwege nicht passiert werden können, müssen die Radfahrer anstelle von 3,4 Kilometern satte sieben Kilometer zurücklegen, teilen die Verantwortlichen mit. „Es geht leider nicht anders, weil es nur wenige Ausweichstrecken gibt. Außerdem ist es die einzig wirklich sichere Variante“, erklärt Schmunkamp.

Also muss man, aus den Niederlanden vom Europaweg kommend, nach links in den Weg Charlottenpolder in nördliche Richtung fahren. Anstatt dann an den Gleisen entlang zu fahren, folgt man dem Weg weiter in Richtung Norden, dann wird er zum Heerenweg, macht eine Kurve und man fährt wieder in Richtung Süden zurück. Dann geht es ein Stück die Neuschanzer Straße entlang, bis man auf die Straße Bunde-West abbiegt, die durchs Gewerbegebiet führt. Dann kann man wieder entlang der Neuschanzer Straße Richtung Ortskern Bunde fahren. Oder eben umgekehrt. „Es wird natürlich alles genau ausgeschildert“, sagt Schmunkamp. So sollte kein Radtourist auf die falsche Route geraten.

Tagesausflüge und Co. werden möglich

In dieser Saison sind die Arbeiten an der Wunderline also ein Einschnitt für die Nutzer der Internationalen Dollard-Route. Wenn sie fertig ist, „ist sie mit der neuen Friesenbrücke eine tolle Möglichkeit auf der Route Tagesausflüge in die Niederlande zu machen“, so Schmunkamp. Es gebe viele Orte entlang der Zugstrecke zu entdecken. „Man könnte das Rad mit in den Zug packen, auch aus Westoverledingen und dann zurück mit dem Rad fahren oder umgekehrt.“

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