Trainer analysiert den Testkick  Klare Worte von Emmerling nach dem Emder 1:4 in Bocholt

| | 21.07.2024 13:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Stefan Emmerling hatte einiges zu kritisieren. Foto: Doden/Emden
Stefan Emmerling hatte einiges zu kritisieren. Foto: Doden/Emden
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Ganz und gar nicht zufrieden war der Coach mit dem Auftritt vor allem in der ersten Halbzeit. Gegen den SV Wilhelmshaven am Freitag in Pewsum soll es besser laufen. Auch der SVW unterlag deutlich.

Bocholt - Traumhafte Bedingungen fand Fußball-Regionalligist BSV Kickers Emden von Donnerstag (18. Juli) bis Sonntag (21. Juli) im Trainingslager im See- und Sporthotel Ankum und den „Lakeside Apartments“ im Landkreis Osnabrück vor. „Die Unterkunft war perfekt, die Verpflegung Hammer und die Sportplätze auch toll. Es waren Top-Bedingungen“, so Trainer Stefan Emmerling. Getrübt wurde die gute Laune nur durch die klare und verdiente 1:4-Testspielniederlage beim West-Regionalligisten 1. FC Bocholt am Samstagnachmittag, wenngleich solche „Rückschläge“ in einer Vorbereitung auch dazugehören. Keiner weiß das besser als der seit Jahrzehnten als Profi (Spieler, Trainer) agierende Stefan Emmerling.

Dennoch: Der Coach wollte nach der klaren Niederlage bei hochsommerlichen Temperaturen auch nichts beschönigen. „Wir haben gerade in der ersten Halbzeit ein sehr schlechtes Spiel abgeliefert. Der Gegner war uns in allen Bereichen überlegen. Wir sind da nicht mit der nötigen Einstellung ins Spiel gegangen, vielleicht haben wir uns da zu sicher gefühlt durch die guten Ergebnisse gegen Schalke, Meppen oder zuletzt Hannover 96 II“, sagte der Coach, der mit Kickers binnen drei Jahren zum zweiten Mal in die Regionalliga aufgestiegen ist. Die Vorzeichen sind nach einer sehr dominanten Oberliga-Saison und weiteren Verstärkungen nun aber ganz andere als noch beim Überraschungs-Aufstieg mit viel weniger Mitteln vor zwei Jahren. Und auch wenn Emmerling zurecht den Bocholtern, die vergangene Saison in der West-Staffel Vizemeister wurden, eine „richtig gute Qualität“ zuspricht, ist sein Maßstab an sein eigenes Team gestiegen. „Es war gerade in der ersten Halbzeit viel zu wenig für das, was wir von uns erwarten.“ Kickers hätte zur Pause auch höher als 0:2 zurückliegen können, besaß selbst keine Torchance.

Nun gegen Wilhelmshaven

Viele Wechsel hatte das Trainerteam am Samstag ohnehin geplant, so dass alle sich nochmal zeigen sollten. Zur Pause wechselte „Emma“ dann zehnmal, ließ nur Mittelfeldspieler Janek Siderkiewicz auf dem Feld. Nach dem Wechsel lief es auch lange Zeit viel besser. „Wir haben den Jungs, die zur Pause reinkamen, gesagt, dass sie jetzt Pluspunkte sammeln können. Wir haben es nach dem Wechsel auch deutlich besser gemacht, haben das Spiel ausgeglichen gestaltet, haben den Gegner mehr unter Druck gesetzt, haben viel mehr Zweikämpfe gewonnen. Das hat dazu geführt, dass wir den Anschlusstreffer durch David Schiller erzielen konnten und sogar Möglichkeiten zum Ausgleich hatten.“ Dennoch kassierte Kickers dann noch zwei Gegentreffer zum 1:3 und 1:4, weil „wir es dem Gegner bei allen Toren auch zu einfach gemacht haben.“

Bereits im vergangenen Winter testete der BSV Kickers (links Tido Steffens) gegen Wilhelmshaven, auf dem Rot-Weiß-Kunstrasen. Der Sommer-Test findet nun in Pewsum statt. Foto: Doden/Emden
Bereits im vergangenen Winter testete der BSV Kickers (links Tido Steffens) gegen Wilhelmshaven, auf dem Rot-Weiß-Kunstrasen. Der Sommer-Test findet nun in Pewsum statt. Foto: Doden/Emden

Über 90 Minuten konzentrierter soll es am Freitag, 26. Juli, laufen. Dann trifft der Regionalliga-Neuling auf der Sportanlage des TuS Pewsum auf den Oberliga-Aufsteiger SV Wilhelmshaven. Anstoß ist um 18.30 Uhr. Die Jadestädter haben ihr Gesicht der Mannschaft nach dem Aufstieg wieder stark verändert und 14 Neuzugänge verpflichtet. Sie spielten Samstag auch bei einem West-Regionalligisten, unterlagen bei der Reserve des FC Schalke 04 mit 1:5.

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