Landesligist unterliegt Schüttorf 2:4 Germania geht wieder leer aus – siebtes Spiel, siebte Niederlage
Mitte September wartet der Aufsteiger noch immer auf den ersten Punkt. Gegen den FCS hätte es auch noch deutlicher werden können. Andererseits lag auf einmal sogar ein 3:3 in der Luft.
Leer - Weiter auf das erste Erfolgserlebnis in der Fußball-Landesliga wartet der VfL Germania Leer. Der Aufsteiger verlor am Sonntagnachmittag auch das siebte Ligaspiel und musste sich dem FC Schüttorf völlig verdient mit 2:4 geschlagen geben. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt nach rund einem Viertel der Saison nun schon acht Punkte.
„Der Auftritt in der ersten Halbzeit war leblos. Wir hatten zudem viele technische Fehler“, sagte Germania-Trainer Erhan Colak, der mit seinem Team schon höher als 0:3 hätte zurückliegen können. Ein Doppelpack von Roman Antonenko zum 2:3 ließ die Gastgeber aber in der Schlussphase noch mal von etwas Zählbarem träumen. Aber mit dem 2:4 in der 86. Minute war die Partie dann entschieden, auch wenn Antonenko sogar noch mal auf 3:4 hätte verkürzen können. „Wir haben völlig verdient gewonnen“, sagte dann auch Gäste-Trainer Emiel ten Donkelaar, dessen Team bis zum Leer-Spiel überraschenderweise erst fünf Punkte hatte.
Gäste verschießen einen Elfmeter
Die Schüttorfer zeigten sich aber keineswegs verunsichert, hatten die reifere Spielanlage und präsentierten sich bei ihrer ersten klaren Chance auch konsequent. Aron Groothus spielte Denis Salkovic frei, der den Ball an Germania-Keeper Anwar Al Murad vorbei ins Tor lupfte (16.). Das 0:2 resultierte aus einem Handelfmeter, den FC-Kapitän Daniel Befort verwandelte. Der Ball war zuvor nach einer Flanke Germania-Spieler Daniel Butau an die Hand geflogen (25.). Kurze Zeit später gab es nach einem Foul an Jesko Bührung erneut Strafstoß für die Gäste. Wieder trat Befort an – diesmal schoss er den Ball aber neben das Tor (30:).
Kurz darauf besaß Germania durch Zolfaqhar Nazari seine erste Möglichkeit. Erst klärte der Gäste-Keeper Shirin Namoyan mit einer Fußabwehr, dann wurde der Nachschuss außerhalb des Strafraums geblockt (36.). Das 0:3 besorgte dann Wes Martron. Der 18-jährige Niederländer hatte keine Mühe, den Ball nach einer Hereingabe von der rechten Seite über die Linie zu drücken. Auch wenn Leer danach noch zwei Abschlüsse besaß, war die klare Pausenführung der spielbestimmenden Schüttorfer verdient, zumal Steffen Krabbe per Seitfallzieher aus kurzer Distanz noch ein dickes Ding auf dem Fuß hatte und es weitere Möglichkeiten gab. Aber Germania-Keeper Anwar Al Murad zeigte eine gute Leistung.
Plötzlich wird es spannend
Am Spielgeschehen änderte sich nach dem Wechsel zunächst nicht viel. Bei einer Mehrfachchance in der 56. Minute lag das 0:4 dann in wenigen Sekunden mehrere Male in der Luft. Doch dann nahm die Partie eine lange nicht für möglich gehaltene Wendung. Erst traf Stürmer Roman Antonenko aus dem Gewühl zum 1:3 (70.), dann besorgte er einige Minuten später noch das 2:3 (78.). Dabei traf er nach einem tollen Pass sehenswert mit einem wuchtigen Schuss.
Spieldaten
Germania: Al Murad; Yobouet, Torres, Kruth, Antonenko, Kaßmann, Nazari, Butau, Carmanov (46. Fomychov), Cesnocov, Gliga (62. Sanchez).
Tore: 0:1 Salkovic (16.), 0:2 Befort (Handelfmeter, 25.), 0:3 Martron (39.), 1:3, 2:3 Antonenko (70., 78.), 2:4 Eigentor Sabbat (86.).
Die rund 100 Zuschauer erlebten nun eine spannende Schlussphase, in der Leer alles versuchte. Doch eine klare Chance zum 3:3 gab es nicht mehr. Das 2:4 fiel durch ein Eigentor von Marven Sabbat. Nach einer Flanke wollte er vor einem FC-Angreifer retten.