Das besondere Rezept Herzhafte Eier-Wraps aus der Pfanne

| | 26.01.2026 10:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Eier-Wraps nach Nadiya Hussain sind fix gemacht. Foto: Carmen Leonhard
Die Eier-Wraps nach Nadiya Hussain sind fix gemacht. Foto: Carmen Leonhard
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Dieses Pfannengericht steht schnell auf dem Tisch: Die Wraps mit Ei, Pilzen und Oliven sind fix gemacht – und eignen sich auch für Mealprep. Vorratsküche mit Pfiff: Hier kommt das Rezept.

Ostfriesland - Schnell zubereitet und trotzdem mit einem gewissen Pfiff kommt dieses Rezept für herzhafte Eier-Wraps daher. Ich bin beim Netflix-Gucken drauf gestoßen, in einer Kochsendung von Nadiya Hussain. Nadiya – wer? Die Autorin hat 2015 die Backsendung „The Great British Bake Off“ gewonnen und wurde damit berühmt. Inzwischen hat sie mehrere Koch- und Backbücher herausgebracht. Einige davon sind auch auf Deutsch erschienen. Nadiya Hussain hat drei Kinder, viele ihrer unkomplizierten Rezepte sind daher auch darauf ausgelegt, familientauglich und für Meal Prep geeignet zu sein.

Zurück zum Rezept: Hier werden Eier, Champignons und Wraps kombiniert. Zutaten, die ich gerne mag. Das Gericht ist im Handumdrehen zubereitet und mal was anderes als Rührei mit Pilzen, wobei das auch echt lecker ist.

Für das Rezept braucht man keine exotischen Zutaten. Foto: Carmen Leonhard
Für das Rezept braucht man keine exotischen Zutaten. Foto: Carmen Leonhard

Das sind die Zutaten

Was ich an Nadiya Hussains Rezepten so schätze: Sie verwendet oft Zutaten aus der Vorratskammer, die man direkt einsetzen kann. Wie hier die Olivenringe aus dem Glas: Die gibt es bereits geschnitten im Supermarkt zu kaufen und man spart sich dann später die Schnibbelei. So ähnlich ist es auch mit dem Knoblauchgranulat: Klar, frischer Knoblauch ist eine andere Nummer, aber das Granulat aus dem Glas ist direkt einsatzbereit und lange haltbar. Hier kommen die Zutaten für die Eier-Wraps:

  • 6 Eier, Größe M,
  • 6 kleine Tortilla-Wraps,
  • 100 Gramm Champignons, in Scheiben geschnitten,
  • 80 Gramm schwarze Oliven, in Scheiben,
  • 1 Teelöffel Knoblauchgranulat,
  • 1 Esslöffel getrocknete Petersilie,
  • Tomatenmark,
  • Olivenöl,
  • Salz und Pfeffer.

Zubereitet werden die Wraps in einer kleinen antihaftbeschichteten Pfanne mit etwa 20/22 Zentimetern Durchmesser. Eine solche Pfanne habe ich nicht zur Hand, ich nehme eine größere – und dazu passend auch größere Wraps.

Die Zubereitung

Die Eier werden in eine Schüssel geschlagen, mit der Petersilie und dem Knoblauch vermischt. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ich verwende gerne frische Petersilie, die gebe ich noch nicht in die Eiermasse, sondern später in den Wrap.

Die Wraps jeweils auf einer Seite mit etwas Tomatenmark bestreichen. Die geschnittenen Oliven und die Champignonscheiben werden in Schälchen bereitgestellt. Ich nehme statt der Oliven übrigens ein paar Zwiebelscheiben. Hier kann man auch frei kombinieren: Schinkenwürfel oder Tomatenstückchen schmecken bestimmt auch super, dazu mediterrane Gewürze, meine Phantasie springt schon an.

Es sind nur wenige Handgriffe für die Zubereitung der Eier-Wraps nötig. Foto: Carmen Leonhard
Es sind nur wenige Handgriffe für die Zubereitung der Eier-Wraps nötig. Foto: Carmen Leonhard

Die Pfanne wird auf mittlerer Stufe aufgeheizt. Etwas Öl hineingeben. Pro Wrap soll man dann laut Nadiya Hussain drei Esslöffel von der Eiermasse in die Pfanne geben. Bei mir wird das etwas mehr, die Pfanne ist ja auch größer. Es sollte zischen, wenn das Ei in die Pfanne kommt. Ist das nicht der Fall, die Temperatur aufdrehen. Auf die Eiermasse in der Pfanne werden nun einige Scheiben vom Gemüse gegeben. Einen Tortilla-Fladen mit der Tomatenseite nach unten auf die Eiermasse in der Pfanne geben. Vorsichtig etwas andrücken, damit sich die Eiermasse gut darunter verteilen kann. Jetzt lässt man das etwas braten. Von 30 Sekunden spricht Nadiya Hussain im Rezept. Die Eiermasse sollte dann am Tortilla-Fladen haften. Das hat bei mir ein bisschen länger gedauert.

Erst Eier und Gemüse in die Pfanne, dann den Wrap – das geht einfach. Das Wendemanöver ist etwas umständlicher. Foto: Carmen Leonhard
Erst Eier und Gemüse in die Pfanne, dann den Wrap – das geht einfach. Das Wendemanöver ist etwas umständlicher. Foto: Carmen Leonhard

Eine kleine Challenge: das Wende-Manöver

Jetzt folgt eine kleine Challenge: Der Fladen muss samt Ei gewendet werden. Im Rezept von Nadiya Hussain ist das in einem Halbsatz erledigt. So schnell geht es dann bei mir nicht. Ich bugsiere den Wrap erst aus der Pfanne auf einen Teller, dann irgendwie mit Hilfe des Pfannenwenders über Kopf wieder in die Pfanne zurück. Wie genau mir das gelungen ist, ist mir ein Rätsel. Es war mit den ausgewählten Utensilien etwas schwierig. Beim nächsten Mal wähle ich eine Servierpfanne, die ich auch komplett mit einem Brett oder Teller abdecken kann. Dann kann man den Inhalt der Pfanne auf das Brett stürzen und dann wieder in die Pfanne gleiten lassen. Für diese Pfanne hatte ich keine passende Abdeckung, die Pfanne war schwer und mit ihrem Stiel auch etwas sperriger zu handhaben. Also Obacht bei der Pfannenauswahl!

Den gewendeten Wrap nun noch einmal etwa eine halbe Minute, bis der Teig eine appetitliche Bräune angenommen hat. Nacheinander die weiteren Wraps zubereiten.

Den fertigen Eier-Wrap lässt man mit der Teigseite nach unten auf einen Teller gleiten. Einen Moment warten, bis er etwas abgekühlt ist, und dann aufrollen. An dieser Stelle baue ich die frische Petersilie ein. Und dann heißt es: Guten Appetit!

Das Kochbuch

Dieses Rezept ist auch in dem Kochbuch „Time To Eat“ von Nadiya Hussain zu finden. Es ist bei Ars Vivendi erschienen, hat 255 Seiten und kostet 26 Euro.

Nadiya Hussain hat mehrere Kochbücher veröffentlicht. Dies ist eines davon. Foto: Carmen Leonhard
Nadiya Hussain hat mehrere Kochbücher veröffentlicht. Dies ist eines davon. Foto: Carmen Leonhard

Die Autorin hat für das Buch Rezepte zusammengestellt, mit denen man im Alltag schnell und abwechslungsreich kochen kann. Es ist unterteilt in die Rubriken Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Desserts und Grundlagen.

Hussain gibt in dem Buch viele praktische Tipps unter anderem zur Vorratshaltung und auch zum Vorkochen.

Und guten Appetit hatte ich an diesem Tag. Mehr noch: einen Riesenhunger vom Schneeschieben am Vormittag. Mein Eier-Wrap mit Champignon-Zwiebel-Füllung war herzhaft und sättigend. Die Petersilie sorgte für einen Hauch Frische. Wirklich lecker! Und angenehm satt hat das Gericht auch gemacht.

Nadiya Hussain empfiehlt, übriggebliebene Wraps in Frischhaltefolie einzuwickeln und einzufrieren. Die aufgetauten Wraps kann man dann laut Rezept so verzehren oder in der Mikrowelle aufwärmen. Das allerdings habe ich noch nicht ausprobiert.

Die Wraps schmecken frisch aus der Pfanne super. Man soll sie aber auch kalt essen oder einfrieren können. Das habe ich noch nicht probiert. Foto: Carmen Leonhard
Die Wraps schmecken frisch aus der Pfanne super. Man soll sie aber auch kalt essen oder einfrieren können. Das habe ich noch nicht probiert. Foto: Carmen Leonhard

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