Stuttgart  So haben die jungen Menschen in Baden-Württemberg gewählt

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 09.03.2026 12:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Jugendliche ab 16 Jahren durften erstmals bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg mitwählen. Foto: IMAGO/Ulmer II
Jugendliche ab 16 Jahren durften erstmals bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg mitwählen. Foto: IMAGO/Ulmer II
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Zum ersten Mal durften bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg auch Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren wählen. Welchen Parteien haben junge Menschen ihre Stimme gegeben? Ein Überblick.

Denkbar knapp haben die Grünen die Landtagswahl in Baden-Württemberg für sich entschieden. Unter ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir liegt die Partei nach dem vorläufigen Endergebnis hauchdünn mit 30,2 Prozent vor der CDU, die mit Manuel Hagel 29,7 Prozent erreichte. Die AfD kommt auf 18,8 Prozent, dahinter folgt – mit großem Abstand – die SPD (5,5 Prozent).

FDP und Linke verpassen hingegen den Einzug in den Landtag. Beide Parteien kommen auf ein vorläufiges Endergebnis von 4,4 Prozent.

Das Besondere bei der diesjährigen Landtagswahl in Baden-Württemberg: Erstmals durften auch Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben. Entsprechend stellt sich die Frage, wie diese neue Wählergruppe das Ergebnis beeinflusst hat. Ein Blick auf die Daten von Infratest dimap zeigt: Besonders die Parteien an den politischen Rändern erhielten viel Zuspruch von jungen Menschen.

Sieger bei den Wählern zwischen 16 und 24 Jahren sind ebenfalls die Grünen. Die Partei erreicht hier ein Ergebnis von 28 Prozent. Dahinter folgen gleichauf CDU und die AfD mit einem Ergebnis von jeweils 16 Prozent. Interessant ist zudem das Ergebnis der Linken bei den jungen Wählern. Zwar verpasste die Partei unter ihrem Spitzentrio Mersedeh Ghazaei, Kim Sophie Bohnen und Amelie Vollmer den Einzug in den Landtag, dennoch gaben 14 Prozent der 16 bis 24-Jährigen den Linken ihre Stimme.

Bei SPD und FDP spiegelt sich das enttäuschende Wahlergebnis hingegen auch bei den jungen Menschen wider. Lediglich sechs Prozent von ihnen entschieden sich an der Wahlurne für die Sozialdemokraten beziehungsweise für die Liberalen. Die sonstigen Parteien kommen bei der Wählerschaft zwischen 16 und 24 Jahren zusammen auf 14 Prozent.

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