Wiesmoor „Mister Hands of Fame“ geht

| 01.04.2026 05:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Zum Abschied musste Gerd Thellmann (3. von links) selbst seine Handabdrücke abgeben. Dabei assistierten ihm seine Vorstandskollegen (von links) Hans-Ludwig Janssen, Martin Steinbrecher, Frank Fastenau, Petra Feldmann und Wolfgang Malzahn. Foto: privat
Zum Abschied musste Gerd Thellmann (3. von links) selbst seine Handabdrücke abgeben. Dabei assistierten ihm seine Vorstandskollegen (von links) Hans-Ludwig Janssen, Martin Steinbrecher, Frank Fastenau, Petra Feldmann und Wolfgang Malzahn. Foto: privat
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Gerd Thellmann hat sich aus dem Vorstand der Wittmunder „Hands of Fame“ verabschiedet. Seine Kontakte zu Promis will er für den Verein weiter nutzen.

Wittmund - Gerd „Thelly“ Thellmann ist derjenige, der seit gut anderthalb Jahrzehnten die Handabdrücke von Prominenten aus Politik, Show und Sport für den Verein „Hands of Fame“ abnimmt. Jetzt haben seine Vorstandskollegen „Thellys“ Hände in die für die Form erforderlichen Schaumstoffkissen gedrückt. Denn „Mister Hands of Fame“ ist auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand des Vereins ausgeschieden. Er hat im Laufe der Jahre 73 Handabdrücke von Promis besorgt.

Thellmann war im Juni 2008 dem Verein beigetreten und gleich zum zweiten Vorsitzenden gewählt worden. Diesen Posten übernimmt nun Petra Feldmann. Der Scheidende selbst will weiterhin für „Hands of Fame“ seine Kontakte spielen lassen, ohne jedoch in der Verantwortung zu stehen.

Ein Glücksgriff für den Verein

Vor allem aufgrund von Thellmanns exzellenten Verbindungen habe der Aufbau des bundesweit einzigartigen Bundespräsidentenplatzes in Wittmund funktioniert, sagte Martin Steinbrecher auf der Jahreshauptversammlung des Vereins. Er sorgte dafür, dass heute Tonplatten mit Handabdrücken von Udo Lindenberg, Ex-Kanzler Gerhard Schröder, Richard von Weizäcker, Heidi Kabel und anderen Persönlichkeiten ausgestellt sind. Steinbrecher bezeichnete „Thelly“ als Glücksgriff: „Von deiner Beharrlichkeit und deinem Netzwerk hat Wittmund stark profitiert.“

Gegen das Votum einiger Vorstandskollegen nahm er der chinesischen Malerin Li Jiang die Handabdrücke ab und schaffte es so in die TV-Sendung „Kaum zu glauben“, wo rund zwei Millionen Zuschauer etwas über die Wittmunder „Hands-of-Fame“-Meile erfuhren. Mit Ex-Kanzler Helmut Schmidt rauchte er in dessen Büro eine Zigarette und trank Tee.

Projekt mit Flüchtlingen initiiert

Als Besonderheit hob Steinbrecher das ebenfalls von Thellmann initiierte Projekt „Wir sitzen alle in einem Boot“ hervor. Vor neun Jahren lehrte er jungen Flüchtlingen das Schweißerhandwerk. Sie sind alle bis heute in dem Beruf tätig. Er selbst räumte ein, „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ zu gehen. Es sei aber wichtig, dass jetzt Jüngere für die Ideen von „Hands of Fame“ begeistert würden und im Vorstand mitwirkten. Die Handabdrücke von Gerd Thellmann werden wie die der mittlerweile mehr als 100 Prominenten zu seiner persönlichen Verwendung in Ton gebrannt.

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