Konsumklima Iran-Krieg drückt Kauflaune – Konsumklima immer schlechter

dpa
|
Von dpa
| 27.04.2026 08:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Stimmung der deutschen Verbraucher wird wegen des Krieges im Iran und seiner Folgen immer schlechter (Symbolbild). Foto: Soeren Stache/dpa
Die Stimmung der deutschen Verbraucher wird wegen des Krieges im Iran und seiner Folgen immer schlechter (Symbolbild). Foto: Soeren Stache/dpa
Artikel teilen:

Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist vor allem wegen der Folgen des Iran-Krieges schlecht. Inflationsängste machen sich breit und drücken auf die Kauflaune.

Angesichts des Krieges im Iran und seiner Folgen auch für die Geldbeutel der Menschen sinkt die Kauflust in Deutschland immer weiter. Das Konsumklima ist der neuesten Studie der Institute NIM und GfK zufolge zuletzt erneut abgesackt. Die Einkommenserwartungen sind förmlich eingebrochen und erreichen den niedrigsten Wert seit Februar 2023. Die Bereitschaft, für größere Anschaffungen Geld auszugeben, ging zum dritten Mal in Folge zurück und erreichte den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Die Konjunkturerwartungen fielen auf ein Niveau wie vor Beginn des Ukraine-Krieges. Die Sparneigung gab allerdings ebenfalls leicht nach. 

Inflationsangst lässt Einkommenserwartungen einbrechen

„Die Einkommenserwartungen sind eng mit der von den Verbrauchern erwarteten Inflation verknüpft“, heißt es in der Analyse der Nürnberger Konsumforscher. „Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein. Und vor diesem Hintergrund erachten die Menschen auch den Zeitpunkt für größere Anschaffungen derzeit als weniger günstig“, sagte der NIM-Konsum-Experte Rolf Bürkl. 

Es verstärke sich die Sorge der Verbraucher, dass der vorsichtige Aufschwung der deutschen Wirtschaft einen ernsthaften Dämpfer erhalten könnte - vor allem dann, wenn der Krieg in Nahost weiter anhalte und Maßnahmen der Regierung keine Wirkung zeigten.

Für die monatliche Studie zum Konsumklima werden im Auftrag der EU-Kommission jeweils 2.000 Menschen befragt. Für die April-Studie lag der Befragungszeitrum zwischen dem 2. und 13. April.

Ähnliche Artikel