Rhauderfehn  Anna Fennen gab Leukin-Vorsitz auf

Marion Janßen
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Von Marion Janßen
| 05.05.2026 10:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Nostalgie-Wecker verschenkte Leukins scheidende Vorsitzende Anna Fennen (links) an die Leukin-Mitglieder zum Abschied. Die Botschaft: Die Zeit war schön, aber sie bleibt nicht stehen. Der Verein geht mit seiner neuen Vorsitzenden Karin Fennen (rechts) in die Zukunft. Foto: Marion Janßen
Die Nostalgie-Wecker verschenkte Leukins scheidende Vorsitzende Anna Fennen (links) an die Leukin-Mitglieder zum Abschied. Die Botschaft: Die Zeit war schön, aber sie bleibt nicht stehen. Der Verein geht mit seiner neuen Vorsitzenden Karin Fennen (rechts) in die Zukunft. Foto: Marion Janßen
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Viele Jahre war Anna Fennen das Gesicht des Vereins Leukin. Ihr Amt gab sie in wohlbekannte Hände – und wurde selbst mit einem besonderen Titel ausgezeichnet.

Rhauderfehn - Man kann guten Gewissens von einer Ära sprechen, die zu Ende geht: Gut 20 Jahre lang war Anna Fennen Vorsitzende des Vereins Leukin, den sie 1996 mitgegründet hatte. Jetzt hat die Burlagerin ihr Amt abgegeben. Ab sofort wird sie im Helferteam des Vereins zur Hilfe leukämiekranker Kinder anpacken. „Das war für mich schon ein bewegender Augenblick“, sagt die 75-Jährige. Auf der Jahreshauptversammlung am Sonntag tauschte sie direkt nach der Wahl den Platz mit ihrer Schwiegertochter Karin Fennen. „Das war für mich ein Muss, dass ich meinen Stuhl sofort frei mache. Aber es hat mich auch sehr berührt.“

Gerührt habe sie auch das Gedicht, das Christa Lindenberg, scheidende 2. Vorsitzende, vortrug. Anna Fennen revanchierte sich mit dem Gedicht „Die Zeit“, in dem sie deutlich machte, dass man nicht in einem schönen Augenblick verharren, sondern neuen Zeiten entgegengehen sollte. Zur Erinnerung daran schenkte sie allen Mitgliedern einen Nostalgiewecker. Mit einem tollen neuen Vorstand – bestehend aus Karin Fennen, Renate Hüsing, Anke Vosskamp und Wilfried Rhauderwiek – beginne ein neuer Abschnitt mit neuen Herausforderungen.

„Das ist eine Wahnsinnsleistung“

Karin Fennen nahm das Amt mit „ganz viel Respekt, ganz viel Dankbarkeit“ an. Schon seit vielen Jahren ist sie bei Leukin aktiv. Die Fußstapfen, in die sie tritt, sind groß. Im Laufe der Jahre ist aus dem Hilfsverein eine Bewegung geworden, die die Region zu der wohl „best-typisierten“ gemacht hat. Allen voran Anna Fennen hat das Feuer unablässig in alle Winkel getragen.

Das führte zu einem Zahlenwerk, das bundesweit beeindruckt: „Dank des unermüdlichen Einsatzes von Leukin haben sich in der Region bis heute über 100.000 Menschen in unsere Datei aufnehmen lassen, aus denen bislang 1.262 Spender hervorgegangen sind. Das ist eine Wahnsinnsleistung und ein starkes Zeichen der Solidarität im gesamten Leukin-Land für Betroffene weltweit!“, betont Stephan Schumacher, Chief Operating Officer (COO) der DKMS Deutschland (Deutsche Knochenmarkspenderdatei).

Anna Fennen ist jetzt Ehrenvorsitzende

Die 35-jährige Geschichte der DKMS sei eng mit dem Engagement von Leukin e.V. verbunden. „Stellvertretend für alle Vereinsmitglieder hatten wir Anna Fennen bereits vor 20 Jahren den DKMS-Ehrenamtspreis verliehen“, so Schumacher weiter. „Auch wenn sie ihren Vorsitz jetzt nach vorbildlicher Unterstützung über so viele Jahre abgibt, werden wir ihr ewig dankbar sein.“

Den großen Leistungen ihrer scheidenden ersten Vorsitzenden trugen auch die Leukin-Mitglieder Rechnung: Sie ernannten Anna Fennen zur Ehrenvorsitzenden. Diese wurde am Abend mit einer Überraschungsparty mit einer Reihe von Überraschungsgästen aus Politik und der DKMS tüchtig gefeiert.

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