Landkreis Aurich Kreissportbund Aurich gut aufgestellt
Sportstätten, Übungsleiter und Nachwuchs profitieren von der guten Kassenlage. Finanzchef Christof Bruns legte auf der jüngsten Versammlung Zahlen vor.
Moordorf - Der Kreissportbund Aurich (KSB) hat in Moordorf seine Jahresbilanz vorgelegt. „Sie fällt besonders positiv aus“, sagt Vorsitzende Anne Thonicke aus Hinte. Der für die Finanzen zuständige Christof Bruns (Norden) untermauerte Thonickes Aussage auf der Versammlung mit entsprechenden Zahlen: An die angeschlossenen Vereine sind 2025 gut 280.000 Euro an Übungsleiterentgelten gezahlt worden. An deren Nachwuchsförderung flossen 5000 Euro.
Mit der finanziellen Unterstützung für die zwölf Beiräte – die Gemeinde Ihlow ist mit Arne Lehne neu vertreten – und der Fachverbände würden den Sportvereinen im Landkreis Aurich insgesamt etwa 650.000 Euro zur Verfügung gestellt. Für 2026 wurden bereits 13 Anträge für Sportraumsicherung und Sportstättenentwicklung mit einem Volumen von 19.900 bewilligt, hieß es auf der Sitzung.
Sportvereine gewinnen an Bedeutung für Schulen
In den 280 Sportvereinen im Kreisgebiet wurden fast 600 Neuanmeldungen registriert. Die Mitgliederzahl ist damit auf insgesamt mehr als 68.000 gestiegen.
Imke Goudschaal stellte ihre Arbeit im KSB als hauptamtlich zuständige für Kinder und Jugendliche vor. Die Sportvereine gewinnen im künftig verpflichtend vorzuhaltenden Ganztagsangebot an Grundschulen immer mehr an Bedeutung, sagte sie. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit läge auf der Verzahnung von Schulen und Sportvereinen, auch im Hinblick auf eine Ferienbetreuung. Intensive Gespräche mit der Schulbehörde als dem Städte- und Gemeindeverband gebe es schon seit längerem.
Strukturreform ist angelaufen
Der Kreisportbund Aurich komme mit deutlich weniger Hauptamtlichkeit als vergleichbare Bünde aus, erklärte Thonicke. „Das spart Geld und diese Mittel können wir dann wiederum den Vereinen zur Verfügung stellen“, so die Vorsitzende.
Sie berichtete von der derzeit beim Landessportbund angelaufenen Strukturreform, nach der die Sportregionen – Aurich befindet sich in einer solchen mit Leer und Emden – Geschichte sein sollen. Debatten seien angestoßen, konkrete Ergebnisse stünden noch aus.