Anzeige: 50 Jahre Real-Unternehmensgruppe Dieter Baumann auch mal ganz persönlich

| 27.06.2026 00:05 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Firmengründer Dieter Baumann hat viel zu erzählen. Foto: Bebold Werbeagentur
Firmengründer Dieter Baumann hat viel zu erzählen. Foto: Bebold Werbeagentur
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„Ich denke grundsätzlich positiv“, sagt der Firmengründer. Im Interview gibt der 77-Jährige Moormerländer ganz private, aber auch unternehmerische und politische Antworten.

Warsingsfehn - Dieter Baumann hat die Real-Unternehmensgruppe vor einem halben Jahrhundert gegründet und sie als geschäftsführender Inhaber zu beachtlichem Erfolg geführt. Firmenzweck ist der Bau und die Vermietung von Gewerbeobjekten, der Bau privat genutzter Mehr- und Einfamilienhäusern sowie die Erschließung von Baugebieten. Dieter Baumann zählt zu den maßgeblichen und bekanntesten CDU-Politkern im Landkreis Leer und in seiner Heimatgemeinde Moormerland. Eine Herzensangelegenheit ist ihm sein Wirken als Landschaftsrat der Ostfriesischen Landschaft.

Herr Baumann, sind Sie eher ein zufriedener oder glücklicher Mensch?

Beides. Ich denke grundsätzlich positiv und optimistisch und glaube – obwohl es manchmal schwerfällt – an das Gute im Menschen.

Vervollständigen Sie bitte, ohne lange zu überlegen, den Satz: „Die Welt ist voller...“

Hoffnung.

Welchen bedeutenden Ostfriesen, der nicht mehr lebt, hätten Sie gerne zu einem Klönsnack bei einer Tasse Tee zu sich in die Küche eingeladen?

Ubbo Emmius als Ostfriesen oder auch König Radbod als Friesen.

Und welche bedeutende Ostfriesin?

Frau Dr. Heusler-Edenhuizen aus Pewsum. Sie war eine der ersten Studentinnen und die erste Frauenärztin in Deutschland.

Trinken Sie überhaupt Tee?

Ja, gerne, aber auch Kaffee. Am liebsten aber stilles Wasser.

Aber überhaupt nichts Alkoholisches, oder?

Äußerst selten! Ich habe im Studium in Münster wohl zu viel Bier getrunken. Seither schmeckt mir weder Bier noch Wein. Und Schnaps mochte ich noch nie. Außerdem halte ich Alkohol für eine nicht ungefährliche Droge.

Wer oder was fasziniert Sie?

Politiker aller Richtungen, wenn Sie ernsthaft daran arbeiten, die Welt ein bisschen besser zu machen. Und alle, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren.

Sie sind viel herumgekommen. Außer in Ostfriesland, wo würden Sie noch gerne leben?

Ich bin und bleibe fest verwurzelter Ostfriese. Wenn ich meine Heimat verlassen müsste, würde ich nach Kanada, Neuseeland oder Australien ziehen.

Was macht Ostfriesland aus Ihrer Sicht so besonders?

Ich liebe die Zuverlässigkeit, die Bodenständigkeit, die Treue und besonders die Sprache von uns Ostfriesen.

Wenn Sie nicht Firmengründer und Unternehmer geworden wären: Welchen Beruf hätten Sie wohl ergriffen?

Dann wäre ich gerne Rechtsanwalt geworden.

Welche persönliche Eigenschaft ist aus Ihrer Sicht unabdingbar, wenn man als Unternehmer erfolgreich sein will?

Mut, Weitsichtigkeit und Beharrlichkeit.

Sie haben in Warsingsfehn unter anderem das „Gesundheidshuus“ gebaut. Wenn Sie dieses Projekt nicht in Moormerland hätten umsetzen können, wäre auch ein anderer Standort in Frage gekommen?

Erfolgreiches Großprojekt in Warsingsfehn: Der Bau des Gesundheidshuus’ war Dieter Baumann eine Herzensangelegenheit. Foto: Real Immobilien
Erfolgreiches Großprojekt in Warsingsfehn: Der Bau des Gesundheidshuus’ war Dieter Baumann eine Herzensangelegenheit. Foto: Real Immobilien
Wir haben schon ein erfolgreiches Ärztehaus in Schüttorf gebaut. Es war aber seit etlichen Jahren mein Ziel, die ärztliche Versorgung in meiner Heimatgemeinde zu verbessern.

Wenn’s auch nicht gleich Feinde sind, haben erfolgreiche Menschen nicht selten Neider. Von jenen hört man dann und wann, Sie hätten sich als Mitglied des Gemeinderates den ein oder anderen Vorteil als Unternehmer verschafft. Was sagen Sie dazu?

Da ich immer Mitglied der Minderheitenfraktion war, kann das ja schon grundsätzlich nicht stimmen. Es gab sogar Zeiten, in denen die politische Tätigkeit eher ein Nachteil war. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Deswegen steht jetzt auch endlich das Gesundheidshuus.

Eine Frage an Dieter Baumann als CDU-Mitglied: Machen CDU und SPD aus Bundesebene eine gute Figur?

Nein. Mit gegenseitiger Blockade lässt sich kein Land regieren.

Der private Wohnungsbau kommt nicht so richtig aus dem Quark. Welche politischen Vorgaben müssten sich ändern?

Im Laufe der Jahrzehnte hat die Real-Unternehmensgruppe zahlreiche Projekte entwickelt und realisiert. Das Bild entstand beim Spatenstich für den Bau des Netto-Marktes in Filsum. Foto: Real Immobilien
Im Laufe der Jahrzehnte hat die Real-Unternehmensgruppe zahlreiche Projekte entwickelt und realisiert. Das Bild entstand beim Spatenstich für den Bau des Netto-Marktes in Filsum. Foto: Real Immobilien
Hier trifft der Blockade-Vorwurf nicht zu. Der „Bauturbo“ und andere Maßnahmen der Regierung wirken. Es muss aber wieder eine Förderung für private Bauten geben, wie beispielsweise die Abschreibungen 7b oder 10e früher.

Was wünschen Sie sich in naher Zukunft für die Gemeinde Moormerland?

Dass wir weiter im Rat gut zusammenarbeiten, uns gegenseitig und auf die Finanzen achten – und vielleicht einmal ein Schwimmbad.

Was wünschen Sie sich persönlich?

Dass ich noch lange lebe, ohne dabei alt zu werden. Ich bin so neugierig auf die Zukunft.

Ihr Motto?

Wer anderen hilft, hilft sich selber.