Tor gegen Österreich Messi WM-Rekordtorschütze - Entthronter Klose reagiert
Nach seinem Hattrick zum Turnierstart legt Lionel Messi auch gegen Österreich nach und überflügelt Miroslav Klose in der Bestenliste. Der gratuliert prompt. Einer kann Messi noch gefährlich werden.
Lionel Messi ist zum alleinigen Rekordtorschützen bei Fußball-Weltmeisterschaften aufgestiegen. Der argentinische Offensivstar erzielte mit dem Tor zum 1:0 (38. Minute) im zweiten Gruppenspiel gegen Österreich seinen 17. WM-Treffer und überholte damit den deutschen Ex-Weltmeister Miroslav Klose. In der 9. Minute hatte Messi noch einen Elfmeter verschossen. Zum Auftakt gegen Algerien war ihm ein Hattrick gelungen.
Gefahr droht Messi aber noch von Kylian Mbappé. Der Franzose kommt vor dem heutigen Spiel gegen Irak (23 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) auf 14 WM-Tore. Mbappé ist elf Jahre jünger und hat wohl mindestens noch ein weiteres Turnier vor sich, während Messi seine sechste und letzte Weltmeisterschaft spielt. Der Weltmeister-Kapitän wird in zwei Tagen 39 Jahre alt.
„Er ist relativ berechenbar: Wenn er am Ball ist, dann brennt’s“, hatte der deutsche Ex-Nationalspieler Thomas Müller vor dem Anpfiff bei MagentaTV über Messi gesagt. Und der frühere Erfolgscoach Jürgen Klopp meinte: „Er spielt das Spiel so, weil er das Spiel so liebt.“
Klose hat mit Rekord-Verlust schon gerechnet
Klose hatte sich schon vor Turnierstart quasi damit abgefunden, die Bestmarke zu verlieren und gratulierte umgehend nach Messis Tor zum 1:0. „Ich habe doch immer gesagt, der Messi ist kein Schlechter“, sagte Klose scherzhaft der „Süddeutschen Zeitung“. „Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!“
Er rechne damit, dass sein Rekord in diesem Turnier falle, hatte Klose schon unmittelbar vor Turnierbeginn im Interview der SZ gesagt: „Das ist auch völlig okay, der Rekord wird sowieso irgendwann geknackt werden, und dann darf das gerne Messi machen. Ich bin ein großer Fan von Messi, schon immer gewesen“, sagte der Ex-Weltmeister. Messi sei „ein Genie“.
Einen anderen Rekord stellte Ausnahmekönner Messi ein: In sechs aufeinanderfolgenden WM-Spielen jeweils getroffen zu haben, war laut FIFA zuvor nur dem Franzosen Just Fontaine und dem Brasilianer Jairzinho gelungen.
Sorgen um Vater
Messi war nach seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft 2016 als Folge der Final-Niederlage bei der Copa América 2016 gegen Chile zurückgekehrt und hatte die Albiceleste 2022 zum WM-Triumph geführt.
Messi macht privat aktuell keine einfache Zeit durch. Messis Vater Jorge hat große gesundheitliche Probleme, in einer Sendung des argentinischen Streamingdienstes Luzu TV war der 68-Jährige sogar schon fälschlicherweise für tot erklärt worden.