Mehrere Verletzte Explosion in Monaco: War Unternehmer aus der Ukraine Ziel?

dpa
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Von dpa
| 30.06.2026 00:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Auch französische Sicherheitskräfte waren nach der Explosion in Monaco im Einsatz. (Symbolbild) Foto: Patrick Seeger
Auch französische Sicherheitskräfte waren nach der Explosion in Monaco im Einsatz. (Symbolbild) Foto: Patrick Seeger
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Ein Sprengsatz reißt Monaco aus dem Alltag. Mehrere Menschen werden verletzt. Die Ermittler jagen bis in die Nacht hinein einen Verdächtigen.

Bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco soll Medienberichten zufolge einer der reichsten Unternehmer aus der Ukraine verletzt worden sein. Insgesamt wurden nach Behördenangaben drei Menschen verletzt, zwei von ihnen laut Medien lebensbedrohlich. Den Berichten nach handelt es sich bei dem aus der Ukraine stammenden Mann um einen Immobilienunternehmer, verletzt wurden auch eine Frau und ein Jugendlicher. Von offizieller Seite wurden die Identitäten nicht bestätigt. Weitere Personen erlitten Berichten zufolge Schnittverletzungen und Schocks. 

Drei Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, wie der monegassische Staatsminister Christophe Mirmand dem französischen Sender BFMTV sagte. Die Explosion ereignete sich seinen Angaben nach am Abend gegen 21.00 Uhr. Ob es sich dabei um einen Anschlag handelte, wollte er zunächst nicht bestätigen. „Ein Ereignis dieser Art hat sich im Fürstentum noch nie ereignet“, fügte der Regierungschef hinzu.

Verdächtiger auf der Flucht

Medienberichten zufolge flog ein Sprengstoffpaket in die Luft. Kurz vor dem Vorfall soll eine Person an dem Ort von Überwachungskameras dabei gefilmt worden sein, wie sie einen Rucksack abstellte und anschließend floh, wie BFMTV unter Berufung auf die monegassische Sicherheitsbehörde sowie die Regionalzeitung „Monaco-Matin“ berichteten. Die verdächtige Person sei auf der Flucht, hieß es zunächst. Medien zeigten ein von den Kameras aufgenommenes Bild eines rennenden Mannes mit einem dunklen Hut.

Das betroffene Gebäude befindet sich Mirmand zufolge an einem Platz nahe der Grenze zu Frankreich. Der Verdächtige soll demnach zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein.

Zahlreiche Rettungskräfte seien am Abend vor Ort gewesen, berichtete „Monaco-Matin“. Mirmand sprach von etwa 50 Feuerwehrleuten und mehr als 80 Beamten vor Ort. Auch französische Rettungskräfte trafen nach Angaben aus Kreisen von Frankreichs Innenministerium als Verstärkung ein. Es sei zudem eine polizeiliche Zusammenarbeit eingerichtet worden, um den flüchtigen Täter aufzuspüren.

Fürst Albert II.: „Schock“ für Monaco

Fürst Albert II. bezeichnet die Explosion als Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft. (Archivbild) Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Fürst Albert II. bezeichnet die Explosion als Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft. (Archivbild) Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Fürst Albert II. von Monaco schrieb in einer Mitteilung in der Nacht, dass die „kriminelle Explosion“ einen „einen Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft“ darstelle. Alle zuständigen staatlichen Dienste seien derzeit mobilisiert, in enger Zusammenarbeit mit den französischen Behörden. „Wir vertrauen darauf, dass sie die Umstände dieser Tragödie so schnell wie möglich aufklären, die Verantwortlichen identifizieren und auf allen Ebenen die notwendigen Antworten liefern werden“, hieß es. 

Der Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als einen „Anschlag“. Es sei eine „Tragödie, die Monaco erschüttert“, schrieb Éric Ciotti. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien.

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