Pharma In Klagewelle: Bayer gliedert US-Glyphosatgeschäft aus

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Von dpa
| 02.07.2026 08:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Bayer-Konzern bündelt sein US-Glyphosat-Geschäft in einem neuen Unternehmen Foto: Thomas Banneyer
Der Bayer-Konzern bündelt sein US-Glyphosat-Geschäft in einem neuen Unternehmen Foto: Thomas Banneyer
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Nach einem Gerichtserfolg und Milliardenvergleich lagert Bayer sein US-Geschäft mit Glyphosat aus. Was steckt hinter dem neuen Unternehmen Ruveon?

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer lagert sein US-Geschäft mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in ein eigenes Unternehmen mit Namen Ruveon aus. Ziel sei es, das Geschäft „optimal auf die spezifischen Anforderungen des US-Marktes auszurichten“, teilte Bayer in Leverkusen mit. Ruveon soll sich auf alle Aspekte des US-Glyphosatgeschäfts konzentrieren - von Preisgestaltung bis hin zu Produktion und Logistik. Das Unternehmen habe seinen Sitz in St. Louis, Missouri, und bleibe Teil des Bayer-Konzerns.

Bayer begründete den Schritt damit, dass Ruveon eigenständig agiler handeln und damit der spezifischen Wettbewerbsdynamik in dem durch Nachahmerprodukte geprägten Markt besser begegnen könne. Die für das US-Glyphosatgeschäft zuständigen Produkt- und Vertriebsteams seien fortan Teil von Ruveon.

Kürzlich wichtiger Erfolg in Klagewelle

Bayer sieht sich seit Jahren in den USA mit einer milliardenteuren Klagewelle wegen möglicher Krebsrisiken bei seinem glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup konfrontiert. Der Konzern hat im Februar einen Sammelvergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar (knapp 6,4 Mrd Euro) zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten geschlossen, der bereits vorläufig genehmigt wurde. Die Anhörung für eine endgültige Genehmigung soll am 19. August stattfinden.

In der vergangenen Woche hatte der Konzern einen wichtigen Erfolg vor dem Obersten Gericht des Landes erzielt. Dem Urteil zufolge kann Bayer nicht wegen fehlender Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern verklagt werden. Das Oberste Gericht berief sich darauf, dass in den USA von der Regierung einheitliche Markierungen von der Umweltbehörde EPA vorgeschrieben seien; damit könne es keine abweichenden Anforderungen einzelner Bundesstaaten geben. Tausenden Klagen im Zusammenhang mit Roundup dürfte damit die Grundlage entzogen werden. Bayer verneint ein Krebsrisiko von Roundup.

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