Podcast „Watt’n los?“ Ostfriese aus Mangel an Alternativen

| | 06.07.2026 10:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In der neuen Folge von „Watt'n los?“ erzählt Joachim Schmidt, wie ihn der Job nach Emden führte und was Heimat für ihn heute bedeutet. Foto: Björn Klüver
In der neuen Folge von „Watt'n los?“ erzählt Joachim Schmidt, wie ihn der Job nach Emden führte und was Heimat für ihn heute bedeutet. Foto: Björn Klüver
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In der neunten „Watt’n los?“-Staffel stehen Butenostfriesen und Zugezogene im Mittelpunkt. Die zweite Folge der aktuellen Staffel ist nun überall verfügbar, wo es Podcasts gibt.

Emden – Wie fühlt es sich an, die Heimat hinter sich zu lassen und für den Beruf ans andere Ende Deutschlands zu ziehen? Darüber sprechen Donia Rezkalla und Björn Klüver in der dritten Folge von „Watt’n los?“ mit Joachim Schmidt. Der gebürtige Nürnberger arbeitet seit 2013 als Lehrer am Max-Windmüller-Gymnasium in Emden – allerdings nicht, weil Ostfriesland schon immer sein Traumziel war.

Nach seinem Referendariat bekam Schmidt in Bayern keine feste Stelle. Für den Familienvater stand jedoch fest, dass er eine sichere berufliche Perspektive brauchte. Also bewarb er sich in Niedersachsen. Die einzige Zusage kam aus Emden.

Vom Nürnberger zum Ostfriesen

Gemeinsam mit den Hosts blickt Joachim Schmidt auf die Zeit zurück, in der er vor einer schwierigen Entscheidung stand. Mit vier Kindern, einer Frau und einem festen Lebensmittelpunkt in Franken bedeutete die neue Stelle weit mehr als nur einen Arbeitsplatzwechsel.

Im Podcast erzählt er, warum die Familie sich trotz der großen Entfernung für Ostfriesland entschied, welche Rolle die berufliche Sicherheit dabei spielte und weshalb er zunächst ein Jahr lang jedes Wochenende zwischen Emden und Nürnberg pendelte.

Podcast-Staffel über Weggehen und Ankommen

Seit 2025 gibt es den Podcast „Watt’n los?“ bei der Zeitungsgruppe Ostfriesland. Darin vertiefen junge Journalistinnen und Journalisten Themen, die Ostfriesland bewegen. Das Audioformat ist in Staffeln gegliedert: Jeweils vier Folgen lang diskutiert ein Moderatorenpaar einen Themenkomplex, spricht mit Gästen und ordnet Entwicklungen in der Region ein. In Staffel neun geht es um Menschen, die Ostfriesland verlassen und um diejenigen, die neu hierherkommen.

Zwischen Tee, Drachenbooten und Nordsee

Außerdem berichtet Schmidt von seinen ersten Eindrücken in Ostfriesland. Vor seinem Umzug kannte er Emden vor allem durch Otto Waalkes und Kickers Emden. Vor Ort lernte er dann eine Region kennen, die sich in vielen Dingen deutlich von seiner fränkischen Heimat unterscheidet.

Im Gespräch geht es unter anderem um die besondere Rolle des Wassersports am Max-Windmüller-Gymnasium, ostfriesische Teekultur und die Frage, wie man in einer völlig neuen Umgebung Fuß fasst, wenn Freunde und Verwandte hunderte Kilometer entfernt leben.

Heimat auf Umwegen

Die Folge wirft auch einen Blick darauf, was Heimat eigentlich ausmacht. Kann man sich eine neue Heimat aufbauen, wenn man ursprünglich nur wegen des Jobs gekommen ist? Und wann hört man auf, Zugezogener zu sein?

Wer Antworten auf diese Fragen sucht, kann „Watt’n los?“ überall dort hören, wo es Podcasts gibt. Auch auf den Homepages oz-online.de, ga-online.de, on-online.de und borkumer-zeitung.de ist der Podcast unter dem Reiter „Podcasts“ zu finden. Hört gerne rein. Die Volontäre freuen sich außerdem über Feedback und Themenideen.

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