Norden In schweren Stunden nicht allein

| 27.07.2026 13:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Freuen sich über den Ausbau der ehrenamtlichen Notfallseelsorge im Kirchenkreis Norden (von links): Superintendent Christian Neumann, Claudia Stawicki, Carina Geiken, Miriam Fischer und Andrea Janssen-Zimmermann. Foto: Kirchenkreis Norden
Freuen sich über den Ausbau der ehrenamtlichen Notfallseelsorge im Kirchenkreis Norden (von links): Superintendent Christian Neumann, Claudia Stawicki, Carina Geiken, Miriam Fischer und Andrea Janssen-Zimmermann. Foto: Kirchenkreis Norden
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Der Kirchenkreis Norden erweitert die Notfallseelsorge. Zwei Frauen verstärken das Team. Weitere Interessierte werden gesucht.

Norden - Der Kirchenkreis Norden hat Carina Geiken und Miriam Fischer als ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen beauftragt. Sie verstärken das Team, das weiter wachsen soll. Nach Angaben des Kirchenkreises soll der Dienst langfristig auf weitere Schultern verteilt werden.

Notfallseelsorgende stehen Menschen nach einem plötzlichen Todesfall, einem schweren Unfall oder anderen belastenden Ereignissen bei.

Eigene Erfahrungen führten zur Ausbildung

Sie begleiten Betroffene und Angehörige in den ersten Stunden, wenn das Leben von einem Moment auf den anderen aus den Fugen gerät. Die Notfallseelsorge wird im Landkreis Aurich von den Kirchen getragen. Im Kirchenkreis Norden und im Kirchenkreis Aurich liegt die Verantwortung bei den lutherischen Kirchenkreisen. In der Krummhörn übernehmen zwei Notfallseelsorgende der reformierten Kirche diese Aufgabe. Zum Netzwerk gehören auch Mitarbeitende der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV).

Die Neuen im Team des Kirchenkreises Norden haben jeweils eine Ausbildung für die Notfallseelsorge absolviert. Für Carina Geiken ist das Engagement eine Herzensangelegenheit: „Ich habe selbst erlebt, wie es ist, wenn man in einer schweren Situation keine Hilfe bekommt. Das möchte ich anderen ersparen.“

Miriam Fischer suchte eine Aufgabe, bei der sie ihre Erfahrungen und Fähigkeiten sinnvoll einsetzen kann. Gleichzeitig schätzt sie es, den Dienst gut mit ihrem Alltag verbinden zu können.

Menschen in Not nicht alleine lassen

Der weitere Ausbau des ehrenamtlichen Teams steht noch am Anfang. Deshalb sucht der Kirchenkreis Norden weitere Menschen, die sich vorstellen können, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Alle Ehrenamtlichen werden sorgfältig ausgebildet und im Dienst begleitet. Zu Beginn begleiten sie erfahrene Notfallseelsorgende bei Einsätzen, bevor sie selbst Verantwortung übernehmen.

„In der Notfallseelsorge geht es nicht darum, immer die richtigen Worte zu finden. Oft ist das Wichtigste, überhaupt da zu sein, zuzuhören und einem Menschen das Gefühl zu geben, in seiner Not nicht allein zu sein“, erklärt Andrea Janssen-Zimmermann, Beauftragte des Kirchenkreises Norden für Notfallseelsorge sowie Zivil- und Katastrophenschutz.

Regelmäßiger Austausch

„Unsere Ehrenamtlichen werden sorgfältig vorbereitet. Regelmäßiger Austausch, Beratung und Supervision gehören dazu. Uns ist wichtig, dass niemand mit seinen Erfahrungen allein bleibt“, ergänzt Claudia Stawicki, die schon lange in der Norder Notfallseelsorge tätig ist. Interessierte wenden sich per E-Mail an die Adresse andrea.janssen-zimmermann@evlka.de.

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