Podcast „Watt’n los?“ Wie diese Ostfriesen dafür sorgen, dass die Bühnen nicht leer sind
Die zehnte „Watt’n los?“-Staffel beschäftigt sich mit dem Thema Kultur in Ostfriesland. Die erste Folge dieser Staffel ist nun überall verfügbar, wo es Podcasts gibt.
Leer - Auf der Bühne gehen die Lichter an, das Publikum jubelt, die Musik geht los. Für viele Menschen ist es ein großer Traum, ihren Lieblingskünstler einmal live zu sehen. Doch dafür muss man als Ostfriese nicht zwingend bis in die nächste Großstadt fahren. Auch hier gibt es Bühnen – und auf denen stehen manchmal sogar die ganz großen Stars. Doch wer sorgt eigentlich dafür, dass es bei uns auf dem Land noch Kultur gibt? Wer organisiert die Konzerte? Diese Frage beantworten Madita Janßen und Eva van Loh in der neuen Folge des Podcasts „Watt‘n los“.
Tränen beim Soundcheck und der „Balsam für die Seele“
Zu Gast sind drei Männer aus Ostfriesland, denen Kultur in ihrer Heimat besonders am Herzen liegt. Marco Hanneken und Marcel Wolter setzen sich beim Zollhausverein in Leer dafür ein, dass auch kleine Kulturstätten wie das markante Backsteingebäude am Leeraner Bahnhof erhalten bleiben. Ewald Maas ist Geschäftsführer der Auricher Eventfirma Marema und schon seit vielen Jahren im Kulturgeschäft tätig.
Hanneken ist im Zolhaus für das Booking zuständig. Er ist also dafür verantwortlich, wer in Leer auf der Bühne steht. Wolter engagiert sich ehrenamtlich im Verein. Konzerte sind für ihn „Balsam für die Seele“, sagt er. Livemusik begleitet ihn seit vielen Jahren. Gerade in der Pandemie machte ihm die Abwesenheit von kulturellen Veranstaltungen zu schaffen. Also entschied er sich dazu, sich beim Zollhausverein anzumelden. Auch für Marco Hanneken war das erste Konzert nach dem Lockdown ein emotionales Erlebnis. „Mir sind beim Soundcheck schon die Tränen runtergekullert“, erinnert er sich.
Ewald Maas betont, dass ihm seine Heimat Ostfriesland als Kulturstandort besonders wichtig ist. Auch wenn Marema mittlerweile im gesamten Weser-Ems-Gebiet aktiv ist.
Veranstalten in Ostfriesland ist „ein sehr hartes Stück Brot“
Auch wenn den drei Ostfriesen die Kultur am Herzen liegt, geben sie alle zu, dass es nicht immer einfach ist. Gerade wirtschaftlich kann es mit den Veranstaltungen in Ostfriesland schon einmal schwierig werden. Nicht umsonst startete der Zollhausverein im Frühjahr 2026 eine Umfrage dazu, warum so wenige Menschen ihre Veranstaltungen besuchen. Auch Ewald Maas gibt offen zu, dass veranstalten in Ostfriesland ein „sehr hartes Stück Brot“ ist. Warum sie trotzdem weitermachen und welche Momente ihnen am meisten in Erinnerung geblieben sind, erzählen sie im Podcast.
Feedback oder Anregungen?
Schickt uns gerne eine E-Mail an madita.janssen@zgo.de und eva.vanloh@on-online.de.
In der aktuellen Folge von „Watt’n los?“ erfahrt ihr, wie man die großen Stars nach Ostfriesland bringt, wie Musik durch schwere Zeiten tragen kann und warum Kultur in Ostfriesland so ein hartes Business ist. Die erste Folge der zehnten Staffel läuft ab Montag, 3. August 2026, überall dort, wo es Podcasts gibt. Auch auf den Homepages oz-online.de, ga-online.de, on-online.de und borkumer-zeitung.de ist er unter dem Reiter „Podcasts“ zu finden. Hört gerne rein. Die Volontäre freuen sich darüber hinaus über Feedback und Themenideen für weitere Staffeln.
Podcast-Staffel über die Kulturszene in Ostfriesland
Seit Anfang 2025 gibt es den Podcast „Watt’n los?“ bei der Zeitungsgruppe Ostfriesland. Darin vertiefen junge Journalistinnen und Journalisten alles, was Ostfriesland bewegt. Das Audioformat ist in Staffeln gegliedert. Jeweils vier Folgen lang diskutiert das jeweilige Moderatorenpaar ein Thema, spricht über die bisherige Berichterstattung und aktuelle Entwicklungen. In der zehnten Staffel beschäftigen sich Madita Janßen und Eva van Loh mit der ostfriesischen Kulturszene – von Veranstaltern, über die Künstler selbst bis hin zu Festivals und Museen.