Schock-Fund in Norwegen Rentier-Mysterium: Viele tote Tiere auf Spitzbergen
Mysteriöses Rentier-Sterben auf Spitzbergen: 13 Tiere wurden in diesem Sommer tot entdeckt. Experten stehen vor einem Rätsel – bislang gibt es keine Erklärung für die seltsam hohe Zahl der Todesfälle.
Der Fund von mehr als einem Dutzend toter Rentiere auf Spitzbergen gibt Forschern Rätsel auf. „Es ist äußerst ungewöhnlich, dass fortpflanzungsfähige weibliche Tiere und ausgewachsene Männchen im Sommer sterben“, berichtete der oberste Beamte von Spitzbergen am Donnerstagabend. „Deshalb bitten wir die Bevölkerung, Funde von kürzlich verendeten Rentieren zu melden.“
Während der Bestandszählungen waren insgesamt 13 tote Tiere in zwei Tälern der Inselgruppe entdeckt worden - zwei Männchen und elf Weibchen. Woran sie gestorben sind, ist völlig unklar. „Bereits im Juli wurden drei kürzlich verendete Rentiere von Tierärzten obduziert“, hieß es in der Mitteilung. „Dabei wurden zahlreiche Proben entnommen, die Todesursache ist jedoch bislang unbekannt.“ Das Spitzbergen-Rentier ist eine Unterart des Rentiers, die ausschließlich auf der norwegischen Inselgruppe vorkommt.