Großefehn Schiedsmann im Ruhestand
Heinrich Beyen wurde nach 39 Jahren aus dem Amt des Schiedmanns verabschiedet. Die Anzahl seiner Vermittlungen geht in die hunderte.
Großefehn - Heinrich Beyen war 39 Jahre lang Schiedsmann in der Gemeinde Großefehn. Jetzt wurde er von Bürgermeister Erwin Adams und Dr. Marc Hirschmann, Richter am Amtsgericht Aurich, in den Ruhestand verabschiedet. „Lass die Leute erstmal reden, auch wenn es dabei lauter werden könnte“, war Beyens Devise, hieß es auf der Abschiedsfeier.
Zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit kam er seinserzeit durch seinen Vater Gerd, der ebenfalls Schiedsmann war. Von 1987 bis 1995 waren Vater und Sohn sogar gleichzeitig aktiv. Der 72-jährige Heinrich Beyen hat im Laufe der Jahre einige hundert Gespräche und Verhandlungen geführt. Meist ging es um Streit unter Nachbarn, berichtet er.
Banale Dinge führen zum Streit
Oft gehe es um banale Dinge wie das Heckenschneiden, Grabenreinigung oder auch darum, dass Kinder zu laut seien. „Quasi alles was im normalen Leben so anfällt“, umreißt Beyen seine Aufgaben als Streitschlichter. Die begannen am 26. Februar 1987. Bis 2005 war er stellvertretender Schiedsmann. Anschließend war er erster Schiedsmann und hatte diese Funktion bis zu seiner Verabschiedung inne.
Außerdem gehörte Heinrich Beyen dem Vorstand der Bezirksvereinigung Aurich des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen an. Für seinen ehrenamtlichen Einsatz erhielt Heinrich Beyen ein Präsent sowie Urkunden der Gemeinde Großefehn und des Landgerichts Aurich, unterzeichnet von dessen Präsidentin Frauke Seewald.