Mordprozess Fall Fabian: Angeklagte schildert Gewalt durch Ex-Partner

dpa
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Von dpa
| 10.09.2026 10:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Angeklagte sagt im Prozess im Fall Fabian vor Gericht aus. Foto: Bernd Wüstneck
Die Angeklagte sagt im Prozess im Fall Fabian vor Gericht aus. Foto: Bernd Wüstneck
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Im Prozess um den getöteten Fabian berichtet die Angeklagte nicht nur von der schwierigen Beziehung zu dessen Vater. Auch mit einem Ex-Partner, mit dem sie einen Sohn hat, habe sie Gewalt erfahren.

Die im Fall Fabian wegen Mordes angeklagte Frau hat vor Gericht von Gewalt eines früheren Partners berichtet, mit dem sie einen gemeinsamen Sohn hat. Mit ihm war sie vor Fabians Vater in einer Beziehung. „Er brauchte einen Pegel von mindestens zwei Promille, damit er mich nicht geschlagen hat“, sagte sie vor der Kammer des Landgerichts Rostock. „Er hatte ein verdammt großes Alkoholproblem.“

Einmal habe der Ex-Freund ihr in den Bauch getreten, sie sei ins Krankenhaus gekommen, erzählte die 30-Jährige. Nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohns habe sie sich nach fast vier Jahren Beziehung von ihm getrennt. Als das Baby erst wenige Wochen alt gewesen sei, habe sie erfahren, dass der Kindesvater sie mit einer anderen Frau betrogen habe. Später habe sie ihrer Aussage nach auch ein Video auf seinem Smartphone gefunden, das ihn beim Sex mit einer anderen Frau zeige.

Anklage: Verhältnis zu Fabians Vater als Motiv

Laut Anklage soll die Frau den achtjährigen Fabian am 10. Oktober 2025 aus seiner Wohnung in Güstrow gelockt und dann an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich der Kleinstadt, erstochen und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt haben. Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen. Die Angeklagte streitet eine Beteiligung an der Tat ab.

Das öffentliche Interesse an dem Prozess ist riesig. Vor dem Landgericht in Rostock warteten die Menschen in einer langen Schlange, um der Verhandlung beizuwohnen. Die ersten Zuschauer haben sich demnach schon kurz nach 2 Uhr in der Nacht angestellt.

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