Aurich Rettung von ostfriesischen Kulturgütern geprobt
Notfallverbund und Feuerwehr simulierten einen Wasserschaden im Sammlungszentrum Aurich. Die Mitarbeitenden wurden im Umgang mit beschädigten Objekten geschult.
Aurich - Mit einer großangelegten Übung probten der Notfallverbund und die Feuerwehr Aurich beim Sammlungszentrum für historisches ostfriesisches Kulturgut der Ostfriesischen Landschaft den Ernstfall. Es ging darum, Abläufe zur Kulturgutrettung einzustudieren oder zu verbessern, erklärte Dr. Welf-Gerrit Otto, Leiter der Regionalen Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft.
Als Ernstfall wurde ein Wasserschaden im Sammlungszentrum simuliert. Mitarbeitende des Historischen Museums und der Stadtbibliothek der Stadt Aurich, des Niedersächsischen Landesarchivs, der Landschaftsbibliothek, der Archäologie, der Museumsfachstelle sowie der Regionalen Kulturagentur wurden geschult. Sie bargen Objekte aus dem Gebäude und mussten über deren Weiterbehandlung entscheiden. „Im Ernstfall müssen wir uns auf die wichtigsten oder empfindlichsten Kulturgüter konzentrieren“, erklärte Dr. Heiko Suhr, Leiter der Landschaftsbibliothek.
Übung mit Nebeneffekt
Im Zuge der Übung sei aufgefallen, dass bei der Erstversorgung der beschädigten Objekte mehr Personal eingeplant werden müsse, bilanzierte Welf-Gerrit Otto. Als Einsatzleiter freute er sich über einen positiven Nebeneffekt der Aktion: „Diese Art der Nachbarschaftshilfe über verschiedene Institutionen hinweg ist ein guter Weg der Vernetzung und geht schon in Richtung Teambuilding.“