Tennis Zverev-Bruder lässt sich Grand-Slam-Siege nicht „kleinreden“

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Von dpa
| 21.09.2026 20:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Alexander Zverev hat auch beim Davis Cup überzeugt.  Foto: Christoph Reichwein/dpa
Alexander Zverev hat auch beim Davis Cup überzeugt. Foto: Christoph Reichwein/dpa
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Alexander Zverev gewinnt zwei der vier Grand-Slam-Turniere in 2026 - und muss sich dennoch rechtfertigen. Das liegt auch an seinen verletzungsgeplagten Rivalen. Sein Bruder spricht nun Klartext.

Konnte Alexander Zverev nur dank der Verletzungsprobleme seiner großen Rivalen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz seine zwei ersten Grand-Slam-Turniersiege feiern? Diese Frage wird in der Tennisszene diskutiert - stößt bei Bruder Mischa Zverev aber auf kein Verständnis. 

„Diesen jüngeren Spielern müsste man sagen: Ja, ein jüngerer Motor muss nicht besser laufen. Deswegen sehe ich das überhaupt nicht so, als könnte man es kleinreden“, sagte Mischa Zverev, der als Manager und Taktik-Ratgeber eine wichtige Rolle im Team des Weltranglistenzweiten einnimmt, in einem Interview von Sport1.

„Es gibt ja einen Grund“

Bei Zverevs Triumph bei den French Open in Paris war der spanische Titelverteidiger Alcaraz wegen einer Handgelenksverletzung nicht am Start und der Italiener Sinner schied nach einem körperlichen Einbruch früh aus. Bei Zverevs US-Open-Sieg vor etwas mehr als einer Woche in New York fehlte der Weltranglistenerste Sinner wegen Knieproblemen komplett, Alcaraz scheiterte bei seinem ersten Turnier nach langer Verletzungspause im Viertelfinale. 

„Warum waren die nicht dabei? Weil sie verletzt waren. Warum ist man verletzt? Weil man irgendwo einfach nicht stark genug ist oder weil man übertrieben hat. Weil man nicht auskuriert hat, wenn es sein musste“, sagte Mischa Zverev: „Es gibt ja einen Grund. Es war nicht einfach so, dass sie keine Lust haben.“ Sein 29 Jahre alter Bruder sei zwar älter als Sinner (25) und Alcaraz (23), „aber er ist dabei, er ist fit“. Er sei auch nach der schweren Knöchelverletzung 2022 wieder stark zurückgekommen.

Aufschlagmarotte? „Interessiert keinen“

Dass sein Bruder aufgrund seiner Aufschlagmarotte aktuell kritisiert wird, wollte Mischa Zverev nicht zu hoch hängen. „Ich glaube, das interessiert keinen“, sagte er lachend: „Es ist genauso, als wenn man einen Grand Slam gewinnt und jemand sich über die Farbe der Socken beschwert. Es gibt immer irgendwas, worüber man schreiben oder was sagen kann.“ Wenn jemand im Tennissport erfolgreich sei, „wird es immer jemanden geben, der sagt: Das und das gefällt einem persönlich jetzt nicht“. 

Der Hamburger Alexander Zverev ließ den Ball beim Grand-Slam-Turnier in New York sehr oft aufspringen, bevor er servierte. Das missfiel auch Tennis-Ikone Boris Becker. „Einen Kritikpunkt habe ich bei Sascha Zverev, nur einen. Dieses ewige Balltippen beim zweiten Aufschlag“, sagte er im gemeinsamen Podcast mit Andrea Petkovic. Vor dem zweiten Aufschlag gibt es dafür bislang keine Zeitbegrenzung. Beim ersten Aufschlag haben die Spieler 25 Sekunden, um den Ball ins Spiel zu bringen, nachdem der Unparteiische den Spielstand angesagt hat.

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