Neuzulassungen Mehr als jeder fünfte neue Pkw in der EU fährt elektrisch

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Von dpa
| 24.09.2026 09:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Elektrofahrzeuge von Byd stehen im Hafengebiet von Wilhelmshaven. Chinesische Hersteller drängen weiter auf den EU-Automarkt. (Archivbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Elektrofahrzeuge von Byd stehen im Hafengebiet von Wilhelmshaven. Chinesische Hersteller drängen weiter auf den EU-Automarkt. (Archivbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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Der Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen in der EU steigt deutlich. Doch ohne Subventionen könnte der Boom schnell nachlassen. Chinesische Hersteller holen auf.

Elektroautos haben ihren Anteil an den Neuzulassungen in der Europäischen Union binnen eines Jahres deutlich ausgebaut. Nach acht Monaten waren 21,7 Prozent der neu zugelassenen Pkw reine Elektroautos (BEV - battery electric vehicles), fast sechs Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt stiegen die Pkw-Neuzulassungen um 5,3 Prozent auf 7,55 Millionen Autos, wie der europäische Herstellerverband Acea in Brüssel mitteilte. Plug-in-Hybride standen für ein Zehntel des Marktes. 

Im Juli stiegen die Neuzulassungen von Pkw im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3 Prozent und im August um 4,5 Prozent. Nach Einschätzung des EY-Experten Constantin M. Gall ist der Zuwachs allerdings nicht allein als Zeichen für eine Erholung des Automarktes zu werten. „Der Aufwärtstrend auf dem europäischen Neuwagenmarkt ist in erster Linie auf die Subventionierung der E-Mobilität zurückzuführen“, sagte Gall. Sollten diese auslaufen, werde auch der Absatz von Elektroautos einbrechen. 

Chinesische Autobauer legen zu 

Deutlich zulegen konnten von Januar bis Ende August die chinesischen Anbieter. Autobauer wie der Volkswagen-Konzern warnen in jüngster Zeit immer deutlicher vor der erstarkenden Konkurrenz aus Fernost auf dem heimischen Markt. Der Geely-Konzern, zu dem der Acea-Verband unter anderem die im Westen bekannten Marken Volvo, Polestar und das Joint-Venture Smart mit Mercedes-Benz zählt, blieb in der EU mit seinem Marktanteil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar nur stabil bei 2,7 Prozent. 

BYD konnte seinen Anteil an den Neuwagen aber von 0,9 auf 2,4 Prozent Marktanteil mehr als verdoppeln. SAIC Motor (vor allem MG Motor) legte von 1,9 auf 2,2 Prozent zu, Chery Automobile (Marken Omoda, Jaecoo) von 0,5 auf 1,5 Prozent. Zusammen mit Leapmotor (0,8 Prozent) erreichten diese chinesischen Anbieter so rechnerisch zusammen einen Marktanteil von 9,6 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es Acea zufolge nur 6,2 Prozent. 

Deutsche Hersteller tun sich schwer 

Der Volkswagen-Konzern verkaufte im Juli und August jeweils um die 3 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor. In den Zahlen ist die Sportwagentochter Porsche enthalten, die in den beiden Monaten einen Dämpfer von knapp 5 Prozent beziehungsweise gut 8 Prozent in der EU einsteckte. Bei BMW gab es ein leichtes Plus von jeweils unter einem Prozent. Mercedes-Benz konnte im Juli nur leicht zulegen, steigerte die Neuzulassungen im August dann aber um mehr als 7 Prozent. 

Auch für den Gesamtmarkt bleibt Ey-Experte Gall zurückhaltend. Die konjunkturelle und politische Situation bleibe schwierig, eine Verbesserung der Lage sei nicht absehbar. Die Hersteller sollten sich deshalb auf weitere schwierige Jahre vorbereiten und ihre Absatzziele nicht zu hoch ansetzen.

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