Fernsehen Lichter: „Ich war bereit, meinen Schnurrbart zu opfern“

dpa
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Von dpa
| 08.10.2026 12:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Horst Lichter musste für einen TV-Streich eine Typveränderung vornehmen. (Archivbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Horst Lichter musste für einen TV-Streich eine Typveränderung vornehmen. (Archivbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
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Horst Lichter? Ohne Zwirbelbart undenkbar. Für „Verstehen Sie Spaß?“ ließ der Moderator dennoch die Schere ansetzen - und wäre dabei sogar noch weitergegangen. Zu sehen ist der Streich am Samstag.

Moderator Horst Lichter hat sich für einen Streich bei „Verstehen Sie Spaß?“ vor laufenden Kameras von TV-Kollegen Teile seines berühmten Schnurrbarts abschneiden lassen. Jetzt kommt raus: Er wäre zu einem noch größeren Opfer bereit gewesen. Der „Bares für Rares“-Star hatte sich auf etwas ganz Gravierendes eingestellt, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.

„Wenn die beiden Moderatoren noch weiter vorne angesetzt hätten, wäre es eben so gewesen“, versicherte Lichter über den - ja, wirklich - einschneidenden Moment. Er sei fest entschlossen gewesen, seine Rolle durchzuziehen. „Ich war bereit, meinen Schnurrbart zu opfern.“

Der Hintergrund: Lichter war in der vergangenen Woche als Gast im Sat.1-„Frühstücksfernsehen“ aufgetreten. Die beiden Moderatoren der Sendung, Matthias Killing und Karen Heinrichs, ahnten nichts Böses. Lichter aber tat plötzlich so, als wolle er in der Morgenshow eine große Typveränderung einleiten. Er wolle sich „neu erfinden“, verkündete Lichter - und Reality-Star werden. Der Gipfel: Auch der Schnurrbart, sein Markenzeichen, solle weg. „Ich will diesen Schnurrbart weg haben!“, erklärte Lichter. Der sei für ihn „wie Staub und Dreck“. Lichter trägt ihn seit seinem 19. Lebensjahr.

Horst dreht durch

So geschah es: Mit einer Schere wurden vor Kameras einige Zentimeter der imposanten Haarpracht abgeschnitten. Zudem tauschte Lichter seine Klamotten. Erst als Moderatorin Barbara Schöneberger ins Studio stürmte, wurde klar: Alles nur ein Streich. Lichter hatte die Sat.1-Moderatoren für die ARD-Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ hinters Licht geführt.

Wie Lichter zugibt, bereitete ihm der ganze Auftritt regelrechte Pein. „Es war für mich wirklich schwierig, weil die Sorge der Moderatoren mir persönlich Schmerzen bereitet hat“, sagte er der dpa. „Karen Heinrichs hat zum Beispiel gezittert, das war unfassbar.“ Die Moderatoren hätten ihn - der scheinbar live vor Publikum irre wurde - schützen wollen. 

Sie hätten sogar die Regie, den Sendungsleiter und die Chefetage des Senders kontaktiert. „Sie wollten mir helfen, und ich musste trotzdem immer weiter diesen anderen Horst spielen“, sagte Lichter. „Ich musste sukzessive, langsam und stetig immer irrer werden in der Birne.“

Für Moderatorin Barbara Schöneberger (r) hat sich Horst Lichter den Bart stutzen lassen. (Handout) Foto: ---/SWR/Kimmig Entertainment/dpa
Für Moderatorin Barbara Schöneberger (r) hat sich Horst Lichter den Bart stutzen lassen. (Handout) Foto: ---/SWR/Kimmig Entertainment/dpa

Die Idee, den Bart ins Spiel zu bringen, habe er selbst vorgebracht. „Die Kollegen von „Verstehen Sie Spaß?“ waren davon völlig schockiert und konnten gar nicht glauben, dass ich das tatsächlich machen würde“, sagte Lichter.

Einmal kurz, bitte

Was aber wenige wissen: Für den Moderator war der Rückschnitt im Gesicht keine ganz ungewöhnliche Erfahrung. „Jedes Jahr am 1. August schneide ich mir meinen Schnurrbart so kurz wie jetzt und lasse ihn ungefähr sechs Wochen so“, verriet Lichter. „In dieser Zeit habe ich keine Auftritte und gehe nicht ins Fernsehen, deshalb ist es für mich einfach angenehmer.“ Der Bart sei dann einfach pflegeleichter.

Diesmal habe er sich allerdings zusätzlich rückversichert - auch das ZDF, bei dem seine Show „Bares für Rares“ läuft, sei eingeweiht gewesen. „Schließlich wollte ich nicht plötzlich für „Bares für Rares“ zurückkommen und alle fallen aus allen Wolken, wenn ich dort völlig verändert auftauche.“

Zu sehen ist die ganze Geschichte hinter dem Auftritt am Samstag (10. Oktober 2026, 20.15 Uhr, ARD und ARD-Mediathek) bei einer neuen Live-Ausgabe „Verstehen Sie Spaß?“. Weitere Streiche werden unter anderem Simone Thomalla und Heino Ferch gespielt.

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