Lesermeinung Hafen | Tierwohl| Zuschüsse

| 24.10.2026 09:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
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Bei der OZ reden die Leserinnen und Leser mit. Hier haben wir Leserbriefe der vergangenen Tage gesammelt.

Gegend macht sich angreifbar

Obschon wirklich kein Freund der Linken, muss ich Herrn Wilfried Graf in vollem Umfang recht geben. Die Kriegstreiberei durch SPD und CDU kennt kaum noch Grenzen. Natürlich macht sich die Gegend angreifbar, ganz abgesehen von der Zerstörung wertvoller Natur. Auffällig ist zudem, dass das Vorhaben in sehr kurzer Zeit realisiert werden soll, ohne Bürgerbeteiligung. Zum Vergleich: Der dringend notwendige Radweg zwischen Rysum und Emden ist seit Jahrzehnten in Planung. Wie kann das sein?

Andreas Vogt

Krummhörn

Tierwohl vor Kindeswohl?

Es beruhigt mich sehr, dass die Stadt Leer das Wohl unserer Vierbeiner so ernst nimmt und ihnen den Gallimarkt künftig verbietet. Schließlich ist ein Volksfest mit Gedränge, Lärm und Lichtern für Hunde natürlich eine Zumutung. Nur wundert es mich, dass Babys und Kleinkinder offenbar weniger Schutz verdienen. Abends werden sie im Kinderwagen durch ebendieses Gedränge geschoben – mitten im Trubel, bei grellem Licht und viel Lärm. Mir erscheinen viele von ihnen dabei völlig überfordert und überreizt. Dabei brauchen sie zu dieser Uhrzeit eigentlich Ruhe und Schlaf. Vielleicht sollte man also nicht nur über ein Hundeverbot nachdenken, sondern auch darüber, wie man Babys und Kleinkinder konsequenter vor dem nächtlichen Marktrummel schützt. Oder gilt Tierwohl inzwischen mehr als Kindeswohl?

Michael de Buhr

Moormerland

Kernkraftwerk nicht relevant?

Ich habe zum Thema Marinehafen an der Knock nur eine große Frage: Weiß der Herr Pistorius, dass die Niederlande genau gegenüber seines Marinehafens in etwa zehn Kilometer Luftlinie ein Kernkraftwerk planen, welches bei Angriffen ebenfalls beschädigt werden könnte oder ist das im Kriegsfall nicht mehr relevant, weil sowieso alles kaputt?!! Oder hat der Herr Lies ihm dies aus „wirtschaftlichen“ Gründen verschwiegen, weil er zu seinen Lebzeiten nicht an eine solche Bedrohung glaubt?

Ernst Weerts

Ihlow

Welch Doppelmoral

Endlich werden Hunde geschützt und dürfen nicht mehr mit auf den Gallimarkt. So ein Verbot hätte es längst geben müssen. Es ist schon traurig, dass man die Tierhalter überhaupt dazu auffordern muss. Jeder sollte wissen, dass Menschenmassen für Hunde extremen Stress bedeuten. Nun gibt es aber gleichzeitig ein riesiges Feuerwerk, welches noch spektakulärer und größer sein soll. Welch Doppelmoral. Da stellt sich mir doch die Frage, was ist mit den ganzen anderen Tieren, die dadurch leiden und großen Ängsten ausgesetzt sind? Haben diese Tiere etwa kein Recht auf Schutz? Da wird es plötzlich ignoriert. Hunde werden nun geschützt, aber die vielen anderen Tiere, die durch so ein Feuerwerk leiden, erhalten keinen Schutz. Es ist nur noch schlimm und macht mich immer wieder fassungslos.

Renate Wilken-Oltmann

Holtland

Gefahren bereits vorhanden

Ein sehr interessanter Artikel von Melanie Hanz. Ja, in Emden und Umgebung regt sich Widerstand gegen einen Marinestützpunkt und die damit einhergehenden Gefahren und Bedrohungen. Was viele dieser Bedenkenträger, Gegner und Mahnenden aber anscheinend vollkommen ausblenden, ist die Gefahr, derer sich Emden bereits seit Jahren ausgesetzt sieht. Und das nicht erst, seitdem Drohnen am Emder Himmel gesichtet werden. Frage: Wo waren diese Stimmen, als hunderte Militärfahrzeuge und Militärangehörige der Nato über Emden anlandeten? Emden als Offshorehafen, als Automobilstadt, als Verlade- und Logistikhafen sieht sich nicht urplötzlich Gefahren und Bedrohungen ausgesetzt. Das war bereits vorhanden, wird jetzt erst klar und deutlich erkennbar. Also, ein bisschen mehr Erdverwachsenheit und Sturmfestigkeit in den Diskussionen und Aktionen.

Xaver Schruhl

Wirdum

Stress für Tiere

Die Stadt Leer hat ein Hundeverbot (ausgenommen therapeutische Begleithunde wie z.B. Blindenhunde und Assistenzhunde) für den Gallimarkt ausgesprochen. Das ist sehr zu begrüßen. Als jahrzehntelange Hundehalterin wäre ich nie auf die Idee gekommen, einen meiner Hunde zum Gallimarkt oder ähnlichen Großveranstaltungen mitzunehmen. Für den Hund ist das sicher kein Vergnügen, sich in einem dichten Gedränge je nach Größe des Hundes unbeschadet zwischen den Beinen der Besucher zu bewegen. Es besteht auch die Gefahr, dass das Tier sich bedrängt fühlt und vielleicht mal zur Abwehr zuschnappt. Außerdem gibt es Festival-Besucher, die Angst vor Hunden haben, besonders vor großen. Dies ist auch zu berücksichtigen. Auch der Lärm und die Geräusche durch die überlaute Musik sind sicher nicht als hundefreundlich anzusehen. Außerdem sollten die Verantwortlichen der Stadt Leer oder des Landkreises die Kritik der Tierschutzorganisaton PETA ernst nehmen, die das Feuerwerk im Zusammenhang mit dem Gallimarkt ablehnt. Für die Tiere, die in der freien Natur leben und auch die Haustiere bedeutet das Abbrennen von Großfeuerwerk viel Stress und auch zum Teil Todesangst. Das gilt auch für die unzähligen Silvesterknallereien. Die Verantwortlichen in den Gemeinden und Städten sollten sich in Zukunft Alternativen überlegen, die es auch schon andernorts gibt.

Monika Reinders

Bunde

Diskussion um Zuschüsse

In dem Artikel geht es um die geplante Sportanlage am „Schulzentrum“ in Rhauderfehn, wie es so schön heißt, und, soweit ich das erkennen kann, um eine Diskussion zu Zuschüssen vom Landkreis Leer im Schulausschuss der Kreisverwaltung. Es wird erwähnt, dass die Anlage „den umliegenden Schulen zugutekäme“. Leider wird anschließend einmal nur der dringende Bedarf des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums als positives Argument für die Anlage aufgeführt, unter anderem zweimal jedoch auch als negatives Argument wegen der nur rund 14 Schülerinnen und Schülern, die jährlich ihr Sportabitur ablegen würden. Es mag sein, dass bei solchen Zahlen die Investitionen an anderen Schulen dringlicher erscheinen, wobei ich wünschte, die Summe würde auch wirklich bei den Schulen ankommen. Was außer Acht gelassen wird, sind die benachbarte Kreisrealschule Overledingerland und die Erich-Kästner-Schule, die beide auch sehr von einer solchen Anlage profitieren würden. Es geht also nicht nur um 14 Gymnasiasten, sondern nach aktuellen Zahlen (1.465) fast um 1.500 Schüler aller drei Schulen im Schulzentrum Rhauderfehn. Ich hoffe, der Schulausschuss übersieht das nicht.

Stefan Möhlmann

Moormerland

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