Bilanz Wetterdienst: Oktober war nass und warm
Nach trockenen Monaten fiel im Oktober erstmals wieder mehr Regen als üblich – im Norden und Westen dreimal so viel wie im Osten.
Endlich Regen: Im Oktober gab es erstmals seit mehreren Monaten wieder mehr Niederschläge als im Klimamittel. Allerdings sei die Menge in Deutschland sehr ungleich verteilt gewesen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach nach einer vorläufigen Auswertung seiner bundesweit etwa 2.000 Messstationen mit. „Im Norden und Westen fiel teilweise dreimal so viel Regen wie im Osten.“
Im Oktober wurden demnach etwa 76 Liter pro Quadratmeter Niederschlag gemessen. Der Deutsche Wetterdienst vergleicht die Werte immer mit einer sogenannten Referenzperiode. Dafür wird von den Jahren 1961 bis 1990 ein Mittelwert gebildet. Der Oktober war seit Februar der erste Monat, in dem es im Vergleich mit dem Monatsmittel dieser Periode mehr geregnet hat.
Im Oktober 2026 fielen demnach 36 Prozent mehr Niederschlag, als im Monatsdurchschnitt. In diesem Jahr gab es also gut ein Drittel mehr Niederschlag als in diesen früheren Jahren.
Im Mittel 10,6 Grad im Oktober
Die Temperatur lag im Mittel bei 10,6 Grad, wie der Wetterdienst mitteilte. Damit war der Oktober um 1,6 Grad wärmer als der Mittelwert aus den Jahren 1961 bis 1990. „Besonders mild war es im Norden und Westen, wohingegen es im Südosten vor allem nachts durch eine fehlende schützende Wolkendecke teils empfindlich frisch wurde“, erklärten die Wetter-Experten.
Besonders warm seien die ersten Oktobertage gewesen, damals sei an mehreren Tagen die 20-Grad-Marke geknackt worden. Am wärmsten war es diesen Monat direkt am 1. Oktober mit 27,5 Grad in Mehringen (Sachsen-Anhalt). Den Kälterekord für diesen Oktober stellte voraussichtlich Dippoldiswalde-Reinberg in Sachsen mit -3,1 Grad am 20. Oktober.
Die Sonne schien diesen Monat rund 122 Stunden – davon fielen allerdings bereits 80 Sonnenstunden auf die erste Monatshälfte. Es war laut Deutschem Wetterdienst der achte Monat in Folge, der sonniger als im langjährigen Mittel war.