Was Sie heute wissen sollten

Radwege | Kinderimpfung | Schimmel

Joachim Braun
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Von Joachim Braun
| 07.07.2021 06:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
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Das Wichtigste aus der Region, jeden Morgen um 6.26 Uhr zusammengefasst von der Chefredaktion der Ostfriesen-Zeitung.

Das Internet ist „Neuland“. Vor acht Jahren hat Angela Merkel diesen Satz geprägt, er gilt für ihre Partei offensichtlich noch immer. Nicht russische Hacker, sondern Julian Pahlke, Bundestagskandidat der Grünen im Wahlkreis Unterems, hat den Mitbewerbern jetzt gezeigt, wie es geht. Für ein paar Euro hat er sich die Internetadresse www.einguterplanfürdeutschland.de eintragen lassen und damit den Wahlkampf-Slogan der CDU gekapert. Wer auf die Seite klickt, wird zur Seenotrettungsorganisation „Sea-Eye“ umgeleitet. Ob Armin Laschet das gefällt? Und was meint Gitta Connemann? Daniel Noglik berichtet, was Pahlke mit der Domain machen möchte und über einen zweiten Slogan der CDU, der webtechnisch auch nicht der Partei gehört.

Fahrradfahrer haben es bisher nicht leicht in Leer. Auf vielen Straßen ist es, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, kreuzgefährlich, weil die Trennung zum Autoverkehr nicht optimal ist, oder für Radler zugelassene Strecken wie der Ostfriesland-Wanderweg in einem lausigen Zustand sind. Jetzt aber holt die Stadt auf. Mit den Umbauten am Stadtring zugunsten des Fahrradverkehrs, gegen die besonders die Einzelhändler jahrelang Sturm liefen, wurde begonnen. Und nun will die Stadt auch noch ihren Beitrag zum Radschnellweg Emden-Leer-Papenburg leisten, einem hoch subventionierten Infrastrukturprojekt. In anderen Regionen und Ländern gibt es solche Radfahrer-Autobahnen bereits. Katja Mielcarek fasst zusammen.

Wir haben es ja in der Corona-Krise oftmals leidvoll erfahren: „Die da oben“, also Bundes- oder Landesregierung versprechen etwas, aber „die hier unten“, Landkreise, Städte und Gemeinden, können es nicht umsetzen, weil die Mittel fehlen. So ist es nun auch wieder. Das Sozialministerium in Hannover teilt mit, dass alle, die bei der Erstimpfung Astrazeneca bekamen, beim zweiten Stich Biontech oder Moderna, also einen mRNA-Impfstoff bekommen. Aber wie soll das funktionieren, wenn der Impfstoff fehlt? Daniel Noglik hat sich mit Landkreisen und Mitarbeitern von Impfzentren unterhalten.

Wie die Versorgungssituation bei den Hausärzten ist, interessiert mich auch persönlich. Nach der Erstimpfung mit Astrazeneca habe ich in zwei Wochen meinen zweiten Termin. Bisher war ebenfalls Astra angekündigt, aber wer weiß? Eigentlich ist es mir aber auch egal. Dr. Brinkmann - nein, nicht der von der Schwarzwaldklinik, sondern der aus Moormerland - impft heute Nachmittag Jugendliche jedenfalls mit Biontech. Alle Termine sind bereits vergeben, schreibt Andreas Ellinger. Anders das Impfzentrum Leer: Das hat Kinderimpfungen offenbar abgesagt.

Mein Kollege Stephan Schmidt, Chefredakteur der Ostfriesischen Nachrichten in Aurich, schrieb gestern in seinem Newsletter, dass wir ruhig optimistisch mit der gegenwärtigen Corona-Situation umgehen können - angesichts der zurzeit extrem niedrigen Zahlen in Ostfriesland. Lauterbach & Co. bezeichnete er als „Angstmacher“. Na, ich weiß nicht. Schön wäre es ja, aber die Infektionszahlen, die nach der dritten Welle exponentiell nach unten gingen, können auch exponentiell durch die Delta-Variante wieder steigen. So sieht es jedenfalls unsere Kommentatorin Katharina Ritzer: „Was nervt: Die durchsichtigen Versuche von Politikern, mit plakativen Forderungen nach Lockerungen beim corona-müden Bürger punkten zu wollen.“

Die Nachricht kam gestern erst spät: Die Zukunft der Beschäftigten auf der Papenburger Meyer-Werft war lange offen. Nun gibt es eine vorläufige Einigung. Demnach sollen deutlich weniger Arbeitsplätze wegfallen, als zuletzt befürchtet worden war. Martin Alberts hat sich die zuerst auf Gerüchten basierende Nachricht offiziell bestätigen lassen. Die von einem Vermittler moderierten Gespräche zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat laufen weiter.

Viele finden das Thema ekelig, aber Schimmel ist nicht gleich Schimmel. „Was tun, wenn Essen Pelz trägt“ heißt eine Geschichte von Rieke Heinig, die mir als Essens-Liebhaber einen Erkenntnisgewinn brachte: Dass ich Marmelade auch mit nur einem kleinen Schimmelflecken stets wegschmeiße, ist richtig. Bei Vollkornbrot indes verhält es sich anders. Aber lesen Sie selbst.

Was heute wichtig wird:

  • Viele Menschen arbeiteten 2020 im Home-Office. Das können sie nun auch steuerlich geltend machen. Doch worauf muss man achten? Nikola Nording hat mit einem Experten gesprochen.
  • Ein heute 40-Jähriger aus Großheide soll im Juli 2016 einen anderen Mann zum Oralverkehr gezwungen haben. Das Amtsgericht Aurich verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Wir berichten von der Berufungsverhandlung.
  • Bauruinen stören das Auge, vor allem das der CDU im Kreis Wittmund. Sie will Druck machen, um Geld für Sanierungen oder Abrisse reinzuholen. Imke Oltmanns hat eine Bauruine im Landkreis einmal genau unter die Lupe genommen.
  • Von einer bereits durchgeimpften Greetsiel-Urlauberin wurde neulich trotzdem ein Corona-Schnelltest verlangt, der dann auch noch positiv ausfiel. Es folgte Ärger mit den Behörden.

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