Bürgermeisterwahl Krummhörn
Drei Fragen an Hilke Looden
Hilke Looden hat mit deutlichem Vorsprung die Wahl zur Bürgermeisterin der Krummhörn für sich entschieden. Am „Tag danach“ haben wir ihr drei Fragen gestellt.
Greetsiel - Die Krummhörn hat entschieden: 56,45 Prozent der 6450 gültigen Stimmen fielen auf die parteilose Bürgermeisterkandidatin und Greetsielerin Hilke Looden. Sie wird damit ab November die Nachfolge des amtierenden Bürgermeisters Frank Baumann (SPD) antreten – und die erste Bürgermeisterin der Krummhörn sein. Am Tag nach der Wahl kann Looden den Erfolg immer noch nicht ganz fassen, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet.
Frau Looden, wie oft mussten Sie sich selbst seit gestern kneifen, bis Sie sich sicher waren, dass Sie nicht geträumt haben?
Hilke Looden [muss lachen]: Es kommt mir tatsächlich immer noch etwas unwirklich vor. Ich kann nicht sagen, dass ich damit gerechnet hätte. Aber ich hatte schon gewagt, es zu hoffen, nachdem ich im Wahlkampf so viele positive Rückmeldungen bekommen habe. Mehr als 50 Prozent der Stimmen hielt ich schon für machbar, aber freudig überrascht bin ich natürlich trotzdem.
Auch der Rat wurde neu gewählt, es gibt wieder keine eindeutigen Mehrheiten. Ist das für Sie ein Problem oder eher eine Chance?
Looden: Ich sehe das eindeutig als Chance. So kann nicht eine Gruppe vorgeben, wo es langgeht. Stattdessen müssen sich alle abstimmen.
Wie werden Sie die Zeit bis zu Ihrem offiziellen Amtsantritt am 1. November nutzen – beruflich, privat und politisch?
Looden: Beruflich ist es ganz normal. Ich habe nicht mehr viele freie Tage. Also muss ich bis kurz vor Amtseintritt arbeiten. Aber ein oder zwei Wochen frei sind vielleicht noch möglich. Die würde ich dann gerne in Ruhe mit meiner Familie verbringen. Vielleicht fahren wir weg, vielleicht bleiben wir aber auch einfach in Greetsiel. Politisch werde ich die Zeit natürlich auch nutzen. Ich werde das Gespräch mit den Gruppen suchen, die mich noch nicht so gut kennen. Außerdem werde ich weiterhin so viel vom politischen Geschehen beobachten wie möglich. Den Rest lasse ich auf mich zukommen. Ich weiß ja noch nicht, wer mich beispielsweise einladen wird, um mich kennenzulernen.
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