Das besondere Rezept Schnelles Spinat-Champignon-Curry
Dieses Curry-Gericht mit frischen Pilzen und TK-Spinat ist perfekt für alle, die nach einem langen Arbeitstag nicht mehr aufwändig kochen, aber trotzdem lecker essen wollen.
Ostfriesland - Wenn ich online ein interessantes Rezept entdecke, mache ich mir manchmal einen Screenshot, um es später wiederzufinden. Das war auch hier der Fall, bei dem Rezept für ein schnelles Champignon-Spinat-Curry. Dummerweise konnte ich dem Bildschirmfoto nur noch die Zutatenliste und Teile der Zubereitung entnehmen. Keine Ahnung, woher das Rezept stammt. Die detaillierten Schritte für die Zubereitung konnte ich also auch nicht nachlesen. Aber weil ich so neugierig auf das Gericht war, habe ich es einfach mal probiert. Und wurde belohnt: Dieses Curry stand wirklich fix auf dem Tisch und hat super geschmeckt.
Meinem Screenshot konnte ich noch diese Zutatenliste entnehmen:
- eine rote Zwiebel,
- zwei Knoblauchzehen,
- ein Stück Ingwer, etwa zwei Zentimeter lang,
- eine Chili,
- 250 Gramm Champignons,
- 300 Gramm TK-Spinat,
- eine Dose Kichererbsen (530 Gramm),
- eine Dose stückige Tomaten (800 Gramm),
- einen Esslöffel Tomatenmark,
- etwas Rapsöl,
- Currypulver (laut Rezept ein Esslöffel),
- Salz und Pfeffer.
Für dieses Gericht braucht man nicht so viele frische Zutaten. Zur Not kann man bestimmt auch Champignons aus der Dose nehmen. Foto: Carmen Leonhard
Die Zubereitung geht schnell
Auch nach einem anstrengenden Arbeitstag habe ich noch Energie gefunden für die Zubereitung. Die ist unkompliziert und geht schnell:
- Die Zwiebel und der Ingwer werden geschält und in kleine Stückchen geschnitten. Die Chilischote in Ringe schneiden.
- Die Champignons putzen und größere Exemplare in Scheiben halbieren, vierteln oder in Scheiben schneiden, wie man mag.
- Die Kichererbsen in ein Sieb geben, abspülen und abtropfen lassen.
- In einem Topf etwas Öl erhitzen. Die Zwiebel darin anschwitzen. Nach etwa zwei, drei Minuten Chili und Ingwer dazugeben, den Knoblauch dazupressen. Alles ein, zwei Minuten brutzeln lassen.
- Dann das Gemüse im Topf mit Currypulver bestäuben und das Tomatenmark einrühren. Eine Minute mitbraten.
- Im nächsten Schritt kommen die Champignons in den Topf, erneut alles ein paar Minuten brutzeln lassen.
- Dann sind die Kichererbsen, die Tomatenstücke und der Spinat an der Reihe. Alles in den Topf geben, aufkochen und dann etwa 15 Minuten ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer und eventuell weiterem Currypulver abschmecken. Fertig.
Zwiebel, Chili, Ingwer und Knoblauch werden im Topf angeschwitzt, danach kommen die Pilze hinzu. Und das Currypulver. Der Duft ist schon ganz herrlich. Foto: Carmen Leonhard
Das geht alles wirklich fix. Ich habe etwas variiert, weil ich im Vorrat keine Kichererbsen- und Tomatenkonserven in der Größe gefunden habe. Also habe ich alles etwas angepasst – weniger Pilze, etwas weniger Spinat, zu den stückigen Tomaten noch ein kleines Tetrapak mit pürierten Tomaten und einen Schwung Wasser dazu. Weil ich im TK-Fach auch noch Erbsen hatte, habe ich auch noch ein paar davon in den Topf purzeln lassen. Alles ein wenig nach Gefühl. Bei Curry-Gerichten geht das aber ja gut.
Und wie hat es geschmeckt?
Rote Tomaten, grüner Spinat, die hellen Champignonspalten: Das Gericht sah im Topf schon sehr farbenfroh und appetitlich aus. Der Duft war verführerisch – und ich musste nicht lange widerstehen, weil es so schnell fertig war. Ich wurde nicht enttäuscht, das Curry hat echt gut geschmeckt. Ich habe ein bisschen mit Salz nachgelegt. Das wäre mein Tipp für alle, die das Gericht auch mal nachkochen wollen: Beim Würzen nicht zimperlich sein.
Und was ist mit Resten?
Bleiben Reste von diesem Gericht, stellt sich die Frage: Darf ich das Curry noch einmal aufwärmen? Schließlich enthält es Pilze und Spinat. Und viele haben sicherlich den Mythos im Ohr, dass man beides am nächsten Tag nicht mehr genießen kann. Ist da was dran?
Experten geben Entwarnung. Wenn man Gerichte mit Spinat und Pilzen nach dem Kochen schnell in den Kühlschrank stellt und nicht lange bei Zimmertemperatur stehen lässt, kann man sie am nächsten Tag wieder aufwärmen und genießen. Dabei sollte man die Gerichte möglichst gut durcherhitzen, am besten in einem Topf, nicht in der Mikrowelle.
Pilze sind leicht verderblich. In Zeiten, in denen es keine Kühlmöglichkeiten gab, war es riskant, Gerichte nach längerer Aufbewahrung bei Zimmertemperatur noch zu verzehren. Gibt man das Essen heute zügig in den Kühlschrank, ist das Gesundheitsrisiko gering. Für alle Fälle vor dem Aufwärmen gucken: Riechen die Pilze vergoren oder sind sie verfärbt, lieber die Finger davon lassen.
Spinat enthält Bakterien, die das im Gemüse enthaltene Nitrat in Nitrit umwandeln können. Nitrit ist an sich für die meisten Menschen nicht gefährlich, kann aber gesundheitliche Risiken beispielsweise für Säuglinge bergen. Die Bakterien im Spinat vermehren sich bei warmen Temperaturen. Bewahrt man Gerichte mit Spinat allerdings gut gekühlt auf, kann man sie auch ein, zwei Tage später noch aufwärmen.